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Aktion von CDU-Mitgliedern

Großspende: Fünf volle Einkaufswagen für Brettener Tafelladen

Nicolas Zippelius ruft die örtlichen CDU-Verbände zu Spenden für den Brettener Tafelladen auf. Eine erfolgreiche Aktion, welche die ein oder andere Lücke in den Regalen füllt.

Tafelladen-Leiterin Cornelia Kaiser nimmt einen Korb und fünf Einkaufswagen mit Spenden entgegen. Zahlreiche Mitglieder des CDU-Kreisverbands, der Brettener Frauen Union und der Jungen Union sind dabei.
Tafelladen-Leiterin Cornelia Kaiser nimmt einen Korb und fünf Einkaufswagen mit Spenden entgegen. Zahlreiche Mitglieder des CDU-Kreisverbands, der Brettener Frauen Union und der Jungen Union sind dabei. Foto: Catrin Dederichs

Tüten mit Röstzwiebeln liegen einsam im Regal. Tüten mit Portionspackungen Rotkohl gibt es in einem Ständer, Shampoo ist auch noch zu haben. Ansonsten sind die Regalbretter im Brettener Tafelladen überwiegend leer.

Pünktlich kurz vor Weihnachten sorgt die Aktion „Umgekehrter Adventskalender“ jetzt für Nachschub. Fünf Einkaufswagen voll mit Kichererbsen, Duschgel, Mehl, Nudeln und Schokoladenkeksen bringen Mitglieder der CDU Karlsruhe-Land, der Frauen Union Bretten und der Jungen Union am Donnerstagmorgen im Tafelladen vorbei. Es ist die vierte Ausgabe der Adventskalender-Aktion der Christdemokraten.

Initiator ist Nicolas Zippelius, Mitglied des Bundestags. „Als Abgeordneter habe ich den Anstoß gegeben, aber die Mitglieder machen 99 Prozent der Arbeit“, sagt er bei der Übergabe. Er erklärt, dass hinter dem Umgekehrten Adventskalender ein symbolischer Gedanke stehe.

„Eigentlich holt man im Adventskalender ja etwas heraus. Aber wir haben uns gesagt, wir machen was rein.“ Deshalb ruft er im Oktober zu Spenden auf. Und all das, was die Mitglieder im Laufe der Wochen „reingemacht“ haben, überreichen sie an Diakonie-Leiter Achim Lechner und an Cornelia Kaiser, Leiterin des Tafelladens.

Bei dieser Gelegenheit informiert Achim Lechner die Anwesenden zugleich über die aktuelle Lage im Laden. „Die Situation hat sich im Vergleich zum Vorjahr eher verschärft“, sagt er. Vermehrt würden sie deshalb zu Warenspenden aufrufen. Obst und Gemüse seien in der Regel zwar ausreichend da. Was aber fehle, seien etwa Joghurts, Käse und Wurst.

Die Situation hat sich im Vergleich zum Vorjahr eher verschärft.
Achim Lechner
Leiter der Diakonie Bretten

Brettener Tafelladen ruft seit einem Jahr zu Privatspenden auf

Um die Versorgungslücken zu schließen, bittet der Tafelladen seit gut einem Jahr nicht mehr nur Lebensmittelmärkte, sondern auch Privatleute um Spenden. „Es sind schon viele, die spenden“, sagt Lechner. „Sie steuern dazu bei, dass es noch läuft.“

Lechner sagt, der Zulauf habe zugenommen, vor allem durch die hohe Inflation. Bürgermeister Michael Nöltner (CDU) bezeichnet die Inflation als „wahrscheinlich größtes Problem“ im Niedriglohnbereich. „Wir dürfen uns als Staat nicht beliebig verschulden, denn das treibt die Preise hoch“, sagt Nöltner.

Einen Einblick in ihre Arbeit gibt Leiterin Kaiser. „Im Sommer nehmen die Spenden massiv ab. Zeitweise hatten wir keine einzige Dose mehr im Lager.“ Zippelius schlägt vor, eine ähnliche CDU-Spendenaktion wie jetzt zur Ferienzeit zu wiederholen. „Für Ihre Hinweise sind wir sehr dankbar“, sagt der Bundestagsabgeordnete.

Laut Lechner versorgt der Brettener Tafelladen rund 900 Menschen aus Bretten, Walzbachtal, Gondelsheim, Sulzfeld und Kürnbach. Oberderdingen hat eine eigene Tafel. Einkaufsberechtigt seien Menschen, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld bekommen. Für die Ware zahlen sie rund ein Drittel des Originalpreises.

Privatspenden

Der Tafelladen bittet die Bürger um Privatspenden. Die Annahme ist donnerstags von 17 bis 19 Uhr in den Räumen der Brettener Tafel in der Weißhofer Straße 65.

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