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Kröten nutzen das Gewässer

Der Süpflesee bei Bretten ist ein Refugium für Amphibien - und ausgetrocknet

Der nördlich von Bretten gelegene Süpflesee ist ein Naturdenkmal und Lebensraum zahlreicher Tiere. Nun ist das Gewässer ausgetrocknet.

Süpflesee Ende August
Kein Lebensraum für Amphibien: Der Süpflesee bei Bretten ist ausgetrocknet. Foto: Franz Lechner

Nördlich von Bretten, an der Straße Richtung Oberacker, liegt der Süpflesee. Der kleine, am Waldrand gelegene See steht unter Naturschutz. Amphibien nutzen ihn als Laichgewässer. Grasfrösche und Erdkröten paaren sich dort und ziehen ihren Nachwuchs auf. Auch Teichmolche und Feuersalamander laichen im Süpflesee.

„Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung eines typischen Oberflächengewässers des Kraichgaus als Lebensraum artenreicher Gesellschaften seltener Tier- und Pflanzenarten“, heißt es in der Verordnung, die den Süpflesee 1982 zum Naturdenkmal erklärte.

Süpflesee war im März noch gut gefüllt

Heute sind bei dem See nicht mehr viele seltene Tier- und Pflanzenarten zu finden. Er ist schon seit Wochen komplett ausgetrocknet. Im März war er noch gut gefüllt. Ob der Nachwuchs der Kröten und Grasfrösche seine Entwicklung abgeschlossen hat, bevor das Gewässer austrocknet ist, ist fraglich.

Laichgewässer für Amphibien sind rund um Bretten eher rar gesät. Deshalb hat der gerade einmal 1,5 Hektar große See, so lange er mit Wasser gefüllt ist, einen großen ökologischen Wert. Zumal auf der anderen Straßenseite mit dem 0,9 Hektar großen Naturdenkmal Beim Bruch ein weiteres Feuchtgebiet liegt.

„Dort habe ich schon die Breitblättrige Stendelwurz, also eine relativ seltene Orchideenart, gefunden“, berichtet Karl Treffinger aus Flehingen, Mitglied des Orchideen-Arbeitskreises des Brettener Naturschutzbundes.

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