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Kunden halten sich an Regeln

FFP2-Maskenpflicht und ständig neue Auflagen: Händler in Bretten sind frustriert

Die Kundschaft hält sich meistens an die Regeln, berichtet der Brettener Einzelhandel, nachdem in Geschäften nun das Tragen einer FFP2-Maske Pflicht ist. Kritik an der neuen Verordnung gibt es dennoch.

Die Besucherinnen und Besucher des Brettener Wochenmarktes halten sich an die Regeln und tragen die FFP2-Maske. Auch die Abstände werden eingehalten. Foto: Susanne Lindacker

Die Inhaber der Geschäfte in Bretten sind frustriert: Jetzt dürfen die Menschen die Geschäfte nur noch mit FFP2-Maske betreten. Mit direkten Folgen für die Geschäftsleute.

„Jedes Mal, wenn neue Beschränkungen kommen, werden es weniger Kunden“, klagt Katja Seebach vom Fachlädle. Januar und Februar seien sowieso schwache Monate. „Wenn jetzt noch mehr Sonderregeln dazukommen, überleben wir kleinen Händler das nicht.“

Wir kleine Läden sind nicht die Beschleuniger der Infektion.
Katja Seebach, Fachlädle

Seebach hat wenig Verständnis für immer neue Auflagen. „Wir kleinen Läden sind nicht die Beschleuniger der Infektion.“ Ihre Kunden seien durch die Bank sehr diszipliniert. Sie würden Abstand halten und Mund und Nase seien nach Vorschrift bedeckt. Hin und wieder komme aber doch jemand mit einem gelben Heft anstelle des offiziellen Impfnachweises. Oder eben auch ohne FFP2-Maske. „Dann muss er mein Geschäft verlassen und ich verliere noch mehr Umsatz“, sagt sie.

Viele Kunden und Kundinnen in Bretten legen sofort Impfnachweis vor

Im Bekleidungsgeschäft „Schwesterherzen“ stellen die Mitarbeiterinnen ein konsequentes Tragen der FFP2-Masken fest. „Unsere Kunden betreten den Laden bereits mit der geforderten Schutzmaske und legen sofort ihren Impfnachweis vor“, erklärt Verkäuferin Heidi Hoffmann. „Wir selbst tragen diese Masken ebenfalls“ und meint weiter: „Uns steht es dennoch frei, auch weiterhin den einfachen Mund-Nasen-Schutz zu benutzen.“

Sie selbst leide manchmal unter der Maske, die sie den ganzen Tag trägt. Es sei schon eine Belastung und manchmal falle ihr das Atmen schwer, führt die Mitarbeiterin weiter an. Kunden berichteten ihr, dass sie in einem Lebensmitteldiscounter von den Mitarbeitern scharf angegangen worden seien, weil sie keine FFP2-Maske trugen. So würde sie allerdings nicht mit ihren Käufern umgehen, schließt die Verkäuferin ihre Ausführungen.

Kundin Susanne Morlock versteht die Schutzmaßnahmen

Susanne Morlock, die mit ihrem Mann öfters nach Bretten zum Einkaufen kommt, lässt sich von den Vorschriften nicht abhalten. Sie verstehe die Maßnahmen, die dem Schutz dienen. „Wenn ich auf dem Marktplatz bin und den Mindestabstand nicht einhalten kann, trage ich auch im Freien die FFP2-Filtermaske. Diese schützt mich und andere“, weiß Morlock. Als lästig empfinde sie das Anlaufen der Brillen. Allerdings hoffe sie auf ein baldiges Ende der Pandemie und dass das Leben wieder ungezwungener wird.

Wir haben unsere Stammkunden und diese halten sich an die Vorgaben.
Petra Bucher, Verkäuferin

Petra Bucher, Verkäuferin bei der „Parfümerie Stephan“ kann nicht über mangelnde Kundenfrequenz klagen. „Wir haben unsere Stammkunden und diese halten sich an die Vorgaben“, meint sie. „Da wir viele Käufer persönlich kennen, wissen wir auch um den Impfstatus“, führt sie weiter an. „Als Verkäuferin ist es schon anstrengend, den ganzen Tag die FFP2-Maske zu tragen“, sagt Bucher.

Passantin Monika Ammann findet das Tragen der Schutzmasken richtig. Sie meint, durch die Masken schütze man nicht nur Andere, sondern auch sich selbst und bleibe von Ansteckungen verschont. Allerdings frage sie sich, wie kinderreiche Familien mit wenig Einkommen die vielen Masken bezahlen. „Sicherlich ist dies ein Kostenfaktor.“

„Die Kunden in unserem Laden sind alle diszipliniert und tragen ausnahmslos ihr FFP2-Masken“, sagt Sabrina, eine Verkäuferin des Buchladens Osiander. „Bei den Menschen, die mit der Bahn fahren, steht ein Nichttragen der Maske nie zur Wahl“, erklärt sie und fügt an: sie selbst fahre fast täglich mit der Stadtbahn und sei das Tragen deshalb gewohnt. Jedoch stelle sie fest, dass viele Käufer durch die stets neuen Verordnungen verunsichert seien. „Da blicken viele einfach nicht mehr durch“, sagt sie.

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