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Drei bis vier Wochen Bauzeit

Erste Probleme beim Kreiselbau Kupferhälde in Bretten

Am Montag heißt es für viele Autofahrer an der Kreuzung Kupferhälde im Brettener Norden erst mal Stopp und der Umleitung folgen. Baken verhindern die Durchfahrt von der B293 kommend Richtung Wohngebiet Kupferhälde oder auch in die Gegenrichtung.

Der Bau eines provisorischen Kreisels an der Kreuzung Kupferhälde im Brettener Norden werde voraussichtlich drei bis vier Wochen in Anspruch nehmen, so das Stadtbauamt auf BNN-Anfrage. Allerdings werde damit bereits die Grundlage für den künftigen, bleibenden Kreisel gelegt. Wann aber dieser verwirklicht werde, sei noch offen. Foto: Rebel

Die Kreuzung wird zu einem provisorischen Kreisverkehr umgebaut. Frei ist aktuell die Richtung von Süd nach Nord und umgekehrt. Die Baumaßnahmen sollen etwa drei, womöglich vier Wochen dauern, heißt es aus dem Rathaus.

Falschparker machen Probleme

Erste Probleme beobachteten Anwohner Montag früh: Schwierig sei das Durchkommen in den an die Kreuzung angrenzenden Straßen vor allem wegen Falschparkern. Eine Mutter aus Gölshausen meldete dem Ordnungsamt Bretten zudem rücksichtlose Autofahrer in Gölshausen. Diese würden den ersten Kreisel in Gölshausen einfach geradeaus überqueren, der zum Wohngebiet Auf dem Bergel führe. Dort verläuft eine baustellenbedingte Umleitungsstrecke und da auch dortige Zebrastreifen missachtet würden, kündigt Brettens Ordnungsamtsleiter Simon Bolg Kontrollen und Messungen an, auf den Umleitungsstrecken und Falschparker betreffend. „Notfalls wird abgeschleppt“, sagt er.

Offen für Vorschläge

Tatsächlich hatte die mit der Beschilderung beauftragte Firma laut Bolg am Montag eine unvollständige Ladung dabei. Darum wurde die Beschilderung nicht überall weiträumig genug aufgestellt. Bolg: „Aber wir justieren schon nach.“ Man sei offen für konkrete Vorschläge bezüglich guter Umleitungen.

Zum Hintergrund des Kreiselbaus erläutert Karl Velte, Stadtbauamtsleiter Brettens: „Die ganze Signalanlage war schon länger störungsanfällig. Wir hätten viel Geld investieren müssen und hätten doch nur eine alte Ampelanlage gehabt, die nicht mehr zeitgemäß gewesen wäre, wenn wir nur Teile wie Lichtanlagen und Signalgeber im Boden ersetzt hätten. Denn auch beispielsweise die Fußgängerführung geht heutzutage so einfach nicht mehr, wie sie jetzt ist.“ Darum habe die Stadt sich für die Kreisellösung an einer großen Kreuzung entschieden. Hier staue sich der Verkehr von Bretten in Richtung B293 oder umgekehrt, nach Gölshausen oder übers Wohngebiet Kupferhälde hinaus nach Knittlingen und auch in die Gegenrichtungen zu „Stoßzeiten heftig“. So sei ein Kreisel schon länger angedacht gewesen.

Obwohl der Umbau erst für 2020 geplant war, habe die Zeit wegen der Störungen gedrängt. Warum trotz der weiteren Baustelle in Gondelsheim dieser Zeitpunkt gewählt wurde, beantwortet Velte mit unverhältnismäßigen Kosten für Ersatzteile für die veraltete Signalanlage. Auch könne man eine „so große Kreuzung nicht dem Risiko eines Totalausfalls überlassen“. Die Ampel abzuschalten und die Verkehrsführung Markierungen zu überlassen, sei auch nicht empfehlenswert. Darum, so Velte, sollte der Kreisel her. Das Provisorium stelle zudem weitgehend die Basis für den künftigen Kreisel her.

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