Skip to main content

Jede Menge „Versucherle“

Französischer Markt zu Gast in Bretten: Kulinarische Vielfalt aus dem Land der Gourmets

Die Besucher des Französischen Markts in Bretten kamen am ersten Märzwochenende auf ihre Kosten. Die Marktbeschicker aus dem Nachbarland hatten eine große Auswahl von französischen Spezialitäten im Gepäck.

Antony aus Seine-et-Marne ist Spezialist für Käse.
Antony aus Seine-et-Marne ist Spezialist für Käse und hat beim Französischen Markt, der insgesamt drei Tage in Bretten auf dem Marktplatz Station macht, zur Freude der zahlreichen Besucher eine große Auswahl parat. Foto: Michael Fritz

An diesem Wochenende war es wieder soweit. Der beliebte französische Markt machte für drei Tage Station auf dem Brettener Marktplatz.

Das Konzept hatte vor der Coronapandemie zahlreiche Liebhaber in Bretten und der weiteren Umgebung gefunden, die sehnlichst die Rückkehr der Marktbeschicker aus dem Land der Gourmets erwarteten.

Spezialitäten aus verschiedenen Regionen

Aus verschiedenen Regionen Frankreichs werden die jeweiligen Spezialitäten frisch präsentiert. Eine kulinarische Vielfalt, die es so selten an einem Ort zu finden gibt. Manche Marktbesucher freuten sich, endlich wieder einmal ihre Französischkenntnisse anbringen zu können, die anderen verständigten sich mit Gesten mit den Verkäufern, die ihnen bereitwillig so manches „Versucherle“ aufmunternd unter die Nase hielten.

Und die Nasen hatten allerhand zu schnuppern ob der kulinarischen Vielfalt aus dem Nachbarland. Franzosen, bekannt für gutes Essen, geben vergleichsweise mehr Geld für Nahrungsmittel aus als Deutsche, was sich auch in den Verkaufspreisen der französischen Händler widerspiegelte.

Dafür wurden auch original französische Produkte, meist von kleinen handwerklich arbeitenden Familienbetrieben von hoher Qualität angeboten, viele vom Landwirtschaftsministerium mit Silber- und Goldmedaillen prämiert.

Ziegenkäse mit Trüffel und Würste mit Walnuss

Antony aus Seine-et-Marne hatte eine große Käseauswahl im Angebot, darunter Ziegenkäse mit Trüffel und Rohmilchkäse. Seine sechs Laibe „Brie de Meaux Confommiere“ waren bereits am Samstag ausverkauft, aber trotzdem war seine Auslage auch am Sonntag noch gut bestückt.

Auch gegenüber am Wurststand bei Eric Matuszczak herrschte reges Interesse. Würste mit Pfeffer, Walnuss, vom Wildschwein oder Esel, kamen bei den Besuchern besonders gut an.

Wurststand auf dem französischen Markt in Bretten
Vielfältiges Angebot: Die verschiedenen Würste, unter anderem mit Pfeffer und Walnuss, standen bei den Kunden ebenfalls hoch im Kurs. Foto: Michael Fritz

Peter Weinmann hatte sich für einen Dreierpack Salami mit Provence, Knoblauch und Hirsch entschieden. „Die Knoblauchwurst bekommt ein Freund, der sich gerade in Reha befindet“, erzählte Weinmann. Matuszczak bot auch Gläser mit verschiedenen Terrinen von Ente, Perlhuhn oder Wildschwein an.

Stephane Chouviat aus Giverny verkaufte allerlei Gebäck und Nougat. Hier wurde Katja Schatz aus Eisingen fündig. Sie kam eigens wegen des Französischen Marktes mit ihrer Freundin Monika Faass aus Straubenhardt nach Bretten.

Bretten gefällt uns sehr gut. Wir kommen gerne her, wenn etwas geboten wird.
Monika Faass, Besucherin des Französischen Markts aus Straubenhardt

„Und weil heute verkaufsoffener Sonntag ist“, ergänzte Faass und betonte: „Bretten gefällt uns sehr gut. Wir kommen gerne her, wenn etwas geboten wird.“

Beide hatten Gebäck, Lavendel und Baguette eingekauft und wollten anschließend noch durch die Geschäfte bummeln. Auch ein Abstecher zum Kunstgewerbemarkt stand noch auf dem Programm.

Großes Besucheraufkommen trotz kühler Temperaturen

Trotz kühler Temperaturen war der Markt am Sonntag gut besucht, an den Ständen mit frischen Crêpes und Flammkuchen bildeten sich kleine Schlangen. Auch das ein oder andere Gläschen Crémant und Champagner wurde direkt vor Ort verkostet.

Die Brettener Einzelhändler wiederum nutzten den Französischen Markt für den ersten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres, um die Vielfalt der meist inhabergeführten Fachgeschäfte zu präsentieren. Einige Kunsthandwerkerstände, ein Hausflohmarkt im Beyle-Hof und eine Verkaufsaktion des Kunstvereins rundeten das Angebot ab.

Am Montag fahren die Händler wieder in ihre Heimatregionen zurück, um frische Waren für die nächsten Märkte zu besorgen. Bruchsal sei gestrichen, aber Öhringen und Ettlingen stünden noch auf dem Tourplan, verrät Antony. Von Hamburg bis Garmisch-Partenkirchen seinen sie in diesem Jahr unterwegs. Und nächstes Jahr wahrscheinlich auch wieder hier in Bretten.

nach oben Zurück zum Seitenanfang