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Geänderter Schallschutz

17 Statements von Behörden: Brettener Gemeinderat stimmt für Bebauungsplan in der Sporgasse

Der Bebauungsplan für die Sporgasse in Bretten geht in die zweite Runde. Abermals können verschiedene Behörden Stellung dazu nehmen. Und auch die Stadträte haben noch Wünsche.

Es tut sich was: Die Tiefgarage ist schon zu großen Teilen erstellt. Den nächsten Bauabschnitt will die Verwaltung zügig angehen.
Es tut sich was: Die Tiefgarage ist schon zu großen Teilen erstellt. Den nächsten Bauabschnitt will die Verwaltung zügig angehen. Foto: Catrin Dederichs

Erste Tiefgaragenstellplätze auf dem Sporgassenareal in Bretten sind bereits überdacht. Bevor es in den nächsten Bauabschnitt geht, muss die Verwaltung den Bebauungsplan allerdings ein zweites Mal öffentlich auslegen. Auch verschiedene Behörden und Träger öffentlicher Belange können dazu erneut Stellung nehmen.

Das liegt daran, dass sich die Pläne maßgeblich geändert haben. Auf dem Grundstück in der Innenstadt baut der städtische Kommunalbau ein Dienstleistungszentrum mit Tiefgarage und öffentlicher Parkfläche.

In einer ersten Runde Anfang des Jahres kamen aus den Reihen der Bürger keine Anmerkungen. Die Behörden dagegen äußerten sich in 17 Punkten. Ihnen ging es unter anderem um die Dachneigung, um eine Bushaltestelle und um Verkehrsberuhigung. Einiges davon arbeitete das Planungsbüro Baldauf jetzt in den Bebauungsplan ein.

Per Aufzug kommen die Brettener barrierefrei vom Gebäude zum Promenadenweg

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats stellte Architekt Jerome Amiguet den nachjustierten Plan vor. Die wichtigsten Änderungen betreffen demnach den Schall- und den Artenschutz.

Außerdem ist inzwischen nördlich ein Aufzugsturm eingeplant. Mit diesem kommen die Bürger künftig barrierefrei aus dem Gebäude zum Promenadenweg. Der Bebauungsplan könnte laut Amiguet im frühen Frühling rechtskräftig werden.

Aus dem Gemeinderat kamen mehrere Rückfragen. Hermann Fülberth (die aktiven) wollte wissen, warum die Verwaltung den Wohnungsbau ausschließe. Amiguet sagte, nur im Obergeschoss sei Wohnen zugelassen, ansonsten nicht.

CDU will den freien Platz zwischen den Häusern vergrößern

Cornelia Hausner erklärte, um das zu ermöglichen, müsste der Gemeinderat zunächst den Bebauungsplan ändern. „Wenn wir zum Schluss kämen, dass man kein Dienstleistungszentrum realisieren kann, geht das“, sagte die Amtsleiterin für Stadtentwicklung und Baurecht. „Aber das ist jetzt nicht unsere Aufgabe.“

Für die CDU griff Martin Knecht eine Anregung des Vereins Brettener Unternehmen (VBU) auf. Er beantragte, die Größe der freien Fläche zwischen den Gebäuden noch einmal zu diskutieren. „Der Platz sollte größer werden, damit der Wochenmarkt und andere Veranstaltungen ausreichend Platz finden“, sagte er.

Das ist ein Vorgehen, das ich unterirdisch finde.
Jörg Biermann, die aktiven

Änderungswünsche äußerte auch Otto Mansdörfer (Grüne). Unter anderem regte er an, das Dachwasser nicht über Zisternen abzuführen, sondern zu bevorraten. Außerdem solle das Ärzte- und Dienstleistungszentrum umgehend ausgeschrieben werden.

Während der Gemeinderat diesen Tagesordnungspunkt behandelte, musste Jörg Biermann (die aktiven) die Sitzung verlassen. Oberbürgermeister Martin Wolff (Freie Wähler) begründete das damit, dass Biermann als VBU-Vorsitzender befangen sei. Biermann legte dagegen Widerspruch ein. „Das ist ein Vorgehen, das ich unterirdisch finde“, sagte er. Zugleich kündigte er an, sich rechtlich beraten zu lassen.

Mit zwölf Ja-Stimmen, acht Nein-Stimmen und einer Enthaltung beschloss der Gemeinderat die geplanten Änderungen. Wolff kündigte an, den zweiten Bauabschnitt zügig angehen zu wollen.

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