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Maßnahmen für rund acht Millionen Euro

Hochwasserschutz in Bretten-Gölshausen: Meldepegel schlägt bei Gefahr Alarm

Die katastrophalen Hochwasserereignisse vom 1. Juni 2013 und 10. Juni 2015 hatten in Bretten Konsequenzen. Mit einem Hochwasserschutzkonzept, dessen einzelne Elemente derzeit umgesetzt werden, soll Vorsorge getroffen werden, dass sich solche Ereignisse nicht wiederholen.

Eine weitere Maßnahme zum Schutz gegen Hochwasser: Brettens Oberbürgermeister Martin Wolff, Gregor Kühn, Karl Velte, Torsten Fundis, Fabian Dickemann, Hartmut Sauer, Helmut Petri und Bürgermeister Michael Nöltner (von rechts nach links) nahmen den neuen Verdolungseinlauf der Hochwasserschutzmaßnahme in Gölshausen in Betrieb. Foto: Arnd Waidelich

Kurz vor der Vollendung steht das Konzept in Gölshausen. Im Bereich der Mönchstraße wurde ein weiterer wesentlicher Schritt dazu getan. Am östlichen Ortsrand von Gölshausen wurde der Verdolungseinlauf der beiden zufließenden Gewässer Gölshäuser Dorfbach und Kreuzgraben hydraulisch verbessert. Drei von fünf in Gölshausen geplanten Maßnahmen sind damit umgesetzt. Insgesamt sind Maßnahmen für rund acht Millionen Euro vorgesehen, die in Bretten für Hochwasserschutz sorgen sollen.

Der bestehende Verdolungseinlauf des Dorfbachs und des Kreuzgrabens sei für das Hochwasser 2015 unterdimensioniert gewesen, sagte Oberbürgermeister Martin Wolff bei der Übergabe des neu gestalteten Bauwerks. Der bis dahin vor dem Einlauf installierte Rechen, der einen Schutz vor Treibgut darstellen sollte, hatte durch Verstopfung das Problem sogar verstärkt, statt es zu lösen.

Das Hochwasser schwappte auf den parallel verlaufenden Fußweg sowie weiter dorfeinwärts auf die anschließende Mönch- und Lortzingstraße. Die umliegenden Gebäude waren davon stark betroffen. Schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde die vorhandene Bebauung in einer Senke der Lortzingstraße, erinnerte der Amtsleiter des Stadtbauamtes, Karl Velte.

Nur geringe Eingriffe in Privatgrundstücke

Insbesondere bei der Gestaltung des Rechens hat Planer Gregor Kühn eine ideenreiche Variante entwickelt, die die Einlaufkapazität in den Kanal bei anfallendem Treibgut wesentlich verbessert. Dafür sorgen zusätzliche vergitterte Einläufe in der Decke des bestehenden Stahlbeton-Rahmenkanals.

Dies war mit nur geringen Eingriffen in die angrenzenden Privatgrundstücke und in die vorhandene, erst vor wenigen Jahren erneuerte Infrastruktur möglich. Ergänzt wurde das Bauwerk mit einem vor dem Einlauf angebrachten Hochwassermeldepegel, der bei Gefahr Alarm gibt und dessen Stand man über das Internet abrufen kann.

Zur Verbesserung der weiteren Oberflächenentwässerung wurde die bestehende Entwässerungsrinne am Tiefpunkt der Mönchstraße direkt an den darunter befindlichen Stahlbeton-Rahmenkanal angeschlossen. Die Arbeiten wurden durch die Brettener Firmen Sauer und Hachtel ausgeführt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 180.000 Euro. Einige unmittelbare Anlieger hatten sich schon zuvor nach den beiden Hochwasserereignissen mit Aluminiumtoren selbst gegen drohende Gefahren geschützt.

Martin Wolff, der sich hochzufrieden mit der Maßnahme zeigte, lobte: An der Mönchstraße sei ein kleiner Meilenstein für den Hochwasserschutz in Gölshausen gesetzt worden.

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