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Feierlicher Abschied in der Rechbergklinik

Jutta Ritzmann-Geipel warm als Pflege-Direktorin in Bretten verabschiedet

Laudatoren zollen Anerkennung für 45 Jahre an den RKH-Kliniken. Wie es Jutta Ritzmann-Geipel von der Krankenschwester zur Pflege-Direktorin brachte.

Eine Gruppe Menschen um Jutta Ritzmann-Geipel (Dritte von links) lächelt in die Kamera.
Jutta Ritzmann-Geipel (Dritte von links) im Kreis einiger Teammitglieder und Stationsleiterinnen. Sie alle verabschiedeten die scheidende Direktorin für Pflege- und Prozessmanagement der RKH Kliniken. Foto: Irmeli Thienes

„Ich bin wirklich berührt, dass Sie bald gehen.“ So warm hat Roland Walther im voll besetzten Foyer der Rechbergklinik Jutta Ritzmann-Geipel verabschiedet. Der Regionaldirektor der RKH Kliniken fasste damit die Anerkennung seiner Vorredner für die scheidende Direktorin für Pflege- und Prozessmanagement der RKH Kliniken des Landkreises zusammen. Sie hatten ihr Tatendrang, Optimismus und Pragmatismus bescheinigt. Sie selbst zeigte sich gerührt: „Ich bin ja noch bis 22. Dezember da.“

Mitarbeitende oder Stationsleiterinnen standen Schlange, um ihr Persönliches zu sagen. „Ich bin so froh, dass ich Sie noch kennengelernt habe“, sagte Antje Fröhlich, Stationsleiterin der 1B. Bernd Hagenbucher, Leiter der Anästhesie-OP, schloss Ritzmann-Geipel in die Arme.

Sie war die optimale Besetzung.
Professor Martin Winkelmann
Ärztlicher Direktor der Rechbergklinik i.R.

In den Reihen der Applaudierenden sitzen ehemalige und amtierende Stadtoberhäupter, Gemeinde- und Kreisräte, Vertreter der Holding oder Kollegen aus Ärzteschaft und Pflege. Sie waren auch aus Bruchsal gekommen. Die Fürst-Stirum-Klinik gehört zum Verantwortungsbereich Ritzmann-Geipels.

Sie war in Fachgruppen und -kreisen hoch engagiert. „Sie waren immer bei uns“, so Christoph Schnaudigel als Aufsichtsratsvorsitzender der Landkreis-Kliniken. Ihre Durchsetzungsstärke habe ihn beeindruckt, vor allem, wenn sie Bedürfnisse der Pflege vertrat.

Beim Umsetzen standortübergreifender Konzepte in der Pflege habe sie Realitätssinn und Veränderungsbereitschaft gezeigt, oft durch die bewegte Kliniken-Historie. Unvergesslich, wie sie Laufwege mit der Stoppuhr maß, als es um Baupläne in der Bruchsaler Klinik ging, so der Landrat.

Sie hinterlassen eine Lücke.
Christoph Schnaudigel
Aufsichtsratsvorsitzender der Landkreis-Kliniken

Wie Schnaudigel dankten ihr alle für ihren energischen Optimismus, etwa bei der Personalfindung. „Sie hinterlassen eine Lücke“, schloss er im Namen von Aufsichtsrat und Kreis.

Sie begann ihre Ausbildung zu KRankenschwester 1979 am Brettener Krankenhaus, war die jüngste Stationsleiterin Baden-Württembergs. Und sie brachte es in 3.000 Stunden berufsbegleitender Fortbildung zur Pflegedienstleitung, „und war die optimale Besetzung“, so Professor Martin Winkelmann. Er war als Ärztlicher Direktor der Rechbergklinik über Jahrzehnte Weggefährte Ritzmann-Geipels.

Jutta Ritzmann-Geipel genoss das Vertrauen von Ärzteschaft und Team

Ohne sie, so Winkelmann, wären weder Diabetologie noch Geriatrie oder Palliativstation an den RKH etabliert worden. Sie stieß Zertifizierungsmaßnahmen voran und sei maßgeblich am überregionalen Ruf der Klinik-Schule beteiligt.

Und, so Winkelmann, „sie genoss das volle Vertrauen der Ärzte. Wenn sie sagte, das geht nicht, wussten wir, die Jutta hat das überprüft“, so Winkelmann. Dem herzlichen Dank schloss sich sein Nachfolger an, Rüdiger Hecht.

Er dankte Ritzmann-Geipel und übergab einen Gutschein. Damit kann die begeisterte Motorrad-Fahrerin an einem Sicherheitstraining auf einer Rennstrecke teilnehmen. Als „Riesengewinn für die Holding“ bezeichnete sie schließlich deren Geschäftsführer, Professor Jörg Martin.

Jutta Ritzmann-Geipel selbst sagte, sie wollte nach ihrer Ausbildung „eigentlich in die große Welt hinaus, aber Bretten ist so toll“, und „das Team auch, und das Haus“. Sie gab alles Lob ans Team zurück, vergaß weder Politik noch Holding. „Der Professor sagte immer, die Pflege braucht Eliten. Und ich sage immer: Die habe ich schon.“ Anhaltender Applaus legte nahe: Sie wird fehlen.

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