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Premiere am 26. August

Kinostar Bretten hofft auf mehr Besucher durch „Tenet”-Start

Auf „Tenet“ ruhen die Hoffnungen einer ganzen Branche. Der neue Blockbuster von Christopher Nolan startet am 26. August in den deutschen Kinos – und soll die bislang leeren Kinosessel wieder füllen. Auch im Brettener Kinostar. Wie stehen dafür die Chancen?

Ein charismatisches Duo: John David Washington (links) und Robert Pattinson spielen die Hauptrollen in „Tenet”, dem neuen Blockbuster von Meisterregisseur Christopher Nolan. Über die Handlung des Actionfilms, der am 26. August in Deutschland in die Kinos kommt, ist bislang kaum etwas bekannt. Foto: Warner Bros.

Auf diesen Tag fiebert seit Monaten eine ganze Branche hin: Am Mittwoch, 26. August, feiert der Action-Streifen „Tenet“ deutschlandweit seine Premiere. Dieser soll – so die Hoffnung der Betreiber – den heißen Kino-Herbst einläuten. Die Besonderheit ist, dass „Tenet” hier eine Woche vor dem offiziellen US-Start anläuft, was sonst so gut wie nie vorkommt.

Nicht nur im Kinostar Bretten, sondern in allen Lichtspielhäusern der Republik sehnt man durch den neuen Film von Meisterregisseur Christopher Nolan den dringend benötigten Besucher-Aufschwung herbei. Schließlich sind die Gästezahlen nicht nur im Kino der Melanchthonstadt alles andere als zufriedenstellend.

Seit dem Restart Anfang Juni nach der Corona-bedingten Schließung liegt die Auslastung in Bretten gerade einmal bei 20 Prozent. Andere Filmtheater im Südwesten wären froh, wenn sie diesen Wert nur annähernd erreichen würden.

Doch das soll sich nun möglichst bald ändern. „Ich denke schon, dass in den nächsten Wochen die Besucherzahlen langsam aber sicher anziehen werden. Der Juli und der August sind in Deutschland generell keine guten Kino-Monate, da sind die Leute lieber draußen“, erklärt Lars Skoda.

Vorverkauf für „Tenet” lief in Bretten gut

Optimistisch stimmt den Brettener Theaterleiter die Tatsache, dass der rund zweiwöchige Vorverkauf für „Tenet“ ganz gut gelaufen sei. „Die Leute sind neugierig. Wie bei etlichen anderen Filmen von Christopher Nolan weiß zwar auch hier keiner so richtig, um was es überhaupt geht – aber genau das macht für viele den Reiz aus“, betont Skoda.

Lars Skoda, Theaterleiter des Kinostar Bretten Foto: Christof Bindschädel

Da Nolan mit seinen Blockbustern meistens den Nerv des Publikums trifft, dürfte man als Action-Fan auch im Falle von „Tenet“ auf seine Kosten kommen, meint Skoda. Wie zuvor schon „Interstellar” und „Inception” ist auch „Tenet“ rund zweieinhalb Stunden lang. Auch wenn über die Handlung kaum etwas bekannt ist und der nebulöse Trailer mehr Fragen stellt als er beantwortet – die Besetzung lässt jedenfalls kaum Wünsche offen.

In den Hauptrollen sind John David Washington, der Sohn des zweifachen Oscar-Gewinners Denzel Washington, und „Twilight“-Star Robert Pattinson zu sehen. Zudem gehören Altstars wie Michael Caine und Kenneth Branagh zum Cast, mit denen Nolan schon früher bei verschiedenen Projekten erfolgreich zusammengearbeitet hat.

„Warner ist mit dem Veröffentlichungszeitpunkt richtiggehend vorgeprescht, damit hat eigentlich niemand gerechnet. Aber das freut uns natürlich alle. Damit hat Warner ein echtes Zeichen gesetzt, das tut uns hier in Bretten und generell der ganzen Kino-Branche gut“, versichert Skoda.

Im September warten viele gute Filme auf die Kinobesucher

Dieser von dem renommierten Verleiher Warner Bros. Deutschland gewählte Weg werde in der Branche weltweit beachtet werden, meint Skoda. Die Konkurrenz jedenfalls werde ganz genau hinschauen, wie der „Tenet“-Start läuft. In Bretten läuft der Streifen am 26. August einmal um 17 Uhr sowie im Abendprogramm um 20 und um 20.30 Uhr. „Der Filmverleih will das so haben“, erklärt Skoda.

Dann richtet der Brettener Theaterleiter den Blick schon einmal auf das Programm in den kommenden Wochen, wenn wieder richtig Leben auf die Leinwände kommt. „Der September ist dann eigentlich vollgepackt mit richtig guten Filmen“, betont Skoda. Vor allem durch das Drama „After Truth“ (Starttermin am 3. September) sowie die Actionfilme „New Mutants“ (10. September) und „The King´s Man“ (17. September) erwartet Skoda auch im Brettener Kinostar einen Anstieg der Besucherzahlen.

„Und im Oktober kommt dann ein neuer Film mit Til Schweiger in die Kinos“, ergänzt Skoda. Die deutsche Tragikkomödie „Gott, du kannst ein Arsch sein!“ von Regisseur André Erkau mit Til Schweiger, Heike Makatsch, Jürgen Vogel, Jasmin Gerat und Benno Fürmann, der am 1. Oktober startet, habe definitiv das Zeug zum Publikumsrenner.

Weitere Rückschläge wie mit „Mulan” könnten Branche schwer treffen

Dieser fast schon überschwängliche Optimismus war Mitte Juli nicht zu erwarten gewesen, als die Kino-Branche einen kollektiven Rückschlag erlitt. Völlig unerwartet strich der Disney-Konzern die mit Spannung erwartete Realverfilmung seines Zeichentrickklassikers „Mulan“, die ursprünglich am 23. Juli ins Kino kommen sollte.

Der Film ist stattdessen nur über den Streaming-Dienst Disney+ verfügbar. „Die Disney-Filme laufen eigentlich immer ganz gut, insofern hat uns das schon wehgetan. Denn diesen Film hätten sicher auch viele Leute sehen wollen“, meint Skoda. Weitere Rückschläge dieser Art könne die Branche in diesem Jahr definitiv keine mehr verkraften.

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