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Sternstunden als Motto

Knittlinger Weihnachtsmarkt begeistert Besucher mit außergewöhnlichem Programm

Am Wochenende standen nicht nur Kulinarik und Kunsthandwerk auf dem Programm – auch die Kultur kam nicht zu kurz.

Bastelaktionen begeistern die Kinder im Jugendhaus.
Bastelaktionen begeistern die Kinder im Jugendhaus. Foto: Eva Filitz

„Sternstunden in Knittlingen“ titelte in diesem Jahr der Knittlinger Weihnachtsmarkt, der am vergangenen Wochenende vom Freitag- bis Sonntagabend mit einem reichen, auch außergewöhnlichen Programm glänzte. Denn neben den vielen kommerziellen Angeboten in den weihnachtlich geschmückten Buden kam auch die kulturelle und besinnliche Komponente nicht zu kurz.

Am Freitag um 18 Uhr hatte Bürgermeister Alexander Kozel den Markt eröffnet, musikalisch umrahmt von der Stadtkapelle und einem Auftritt der Kinder des katholischen Kindergartens Sonnenschein.

Ein vielseitiges Angebot an Speisen, Kunsthandwerk, Musik, Theateraufführungen, Bücherflohmarkt und Bastelstube erfreute die Besucherscharen, die vor allem in den Abendstunden den Pfleghof und die Marktstraße im oberen Bereich „fluteten“. In vollem Lichterglanz erstrahlte das Faustmuseum, an dessen Fassade auch die Bilder des Knittlinger Adventskalenders leuchteten, die die Schüler der Grundschule gemalt hatten. Gleich nebenan, auch weihnachtlich geschmückt, lockte das Jugendhaus mit einem ganz besonderen Angebot.

Von 16 bis 22 Uhr am Samstag und von 11 bis 20 Uhr am Sonntag konnte ausgiebig gebummelt werden. Anspruchsvolles Kunsthandwerk war nicht nur zum Bewundern ausgestellt, sondern auch zum Kauf. Viele Stände lockten mit kulinarischen Spezialitäten, wie beispielsweise der Freundeskreis Asyl mit internationalen Köstlichkeiten oder die Jugend der evangelischen Kirchengemeinde mit Linzertorten, bei deren Anblick einem schon das Wasser im Munde zusammenlief.

Der Verein Home Run punktete in einem Happy Hour-Angebot mit halbierten Preisen für seine Crêpes. Schon traditionell war die Faust-Schule mit ihren beliebten „Faust-Locken“ vertreten. Zu Kaffee, Kuchen und Suppen lud das evangelische Gemeindehaus ein. Bei den SV Pfadfindern schmeckte das Stockbrot neben dem wärmenden Lagerfeuer sehr gut.

Groß und Klein spielen Theater

Die Kinder des evangelischen Kindergartens zeigten ihre schauspielerischen Talente auf der Bühne. Der Eintritt ins Faustmuseum war an beiden Tagen frei, auch eine Führung am Sonntag. Ein besonderer „Weihnachtzauber“ erwartete Kinder und Erwachsene im Jugendhaus. Dort wurde nicht nur gebastelt. Die Leiterin Christine König nahm als Autorin der Erzählung „Das kleine Wunder vom Weihnachtsschlüssel“ im kuschelig ausgestatteten Weihnachtszimmer die Besucher auch emotional in die Tiefen der Weihnacht mit, die eben nicht nur Kommerz sei. Zum Abschied schenkte sie jedem Besucher eine Kopie der Erzählung und ein Schlüsselchen, das Wunschtüren öffnen sollte. Gabriele und Michael Balzarek aus Bretten freuten sich sehr darüber.

Theater-Highlight waren zwei Aufführungen der Knittlinger Theatergruppe „Laterna Mystica“ mit ihrem Stück: „Eine Weihnachtsgeschichte“, frei nach Charles Dickens. Der Saal im alten Schulhaus war voll besetzt. Die 25 Darsteller konnten sich über Szenenapplaus und Begeisterungsstürme an Ende freuen. Die Geschichte vom fiesen Geizkragen Ebeniza Scrooge (Jonathan Hille), der Weihnachten verleugnet, Kinder für eine Fehlinvestition hält, seinen Mitarbeiter Robert (Valentin Hille) mit einem Hungerlohn im ungeheizten Büro schamlos ausnutzt, wird durch Geister, die ihn seine brutale Vergangenheit nochmals hautnah erleben lassen, am Ende noch zur Umkehr bewegt. Für alle anderen Figuren unfassbar, wird Scrooge zum Gutmenschen, der nun durch finanzielle Großzügigkeit seine Untaten vergessen machen will.

Fotobox kommt gut an

Andrang herrschte auch im Steinhaus, wo eine Fotobox der absolute Renner war. Je nach Gusto posierten die Besucher mit oder ohne Zipfelmütze vor einer Kamera. Die Aufnahmen wurden sofort ausgedruckt und gratis den „Models“ übergeben.

Musikalische Begleitung durfte in diesen Tagen natürlich ebenfalls nicht fehlen. Die Schulband und die Bläserklasse der Faust-Schule spielten auf. Die Stadtkapelle erfreute mit Weihnachtsliedern. Festliche Klänge entlockte auch Alois Fleig seiner Drehorgel. Zu innerer Einkehr regte am Sonntagmorgen ein Adventsgottesdienst in der Sankt Leonhardskirche an. Dort ließen der Kirchen- und der Posaunenchor in einer Abendmusik festlich den Weihnachtsmarkt 2023 ausklingen.

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