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Rekordverdächtiges Gewächs

Wie eine fünf Meter hohe Bananenstaude nach Kürnbach kam

Wenn man an die Gemeinde Kürnbach denkt, so kommen einem wohl gleich wunderschöne Fachwerkbauten, großflächige Weinberge und zahlreiche Rebstöcke in den Sinn. Mit einer fünf Meter hohen Bananenstaude rechnet mit Sicherheit niemand.

Ein Kuriosum: Brigitte und Klaus Hagenbucher haben eine fünf Meter hohe Bananenstaude in ihrem Garten in Kürnbach. Foto: Florian Ertl

Von Florian Ertl

Eine rekordverdächtig große tropische Pflanze befindet sich im Garten von Klaus und Brigitte Hagenbucher. Im Jahr 2001 hatte das Paar die Staude, die damals gerade mal einen halben Meter maß, auf ihr Grundstück gepflanzt und seitdem gehegt und gepflegt.

Fast 20 Jahre später hat die Bananenstaude eine Größe erreicht, die wahrlich ungewöhnlich in unseren Breiten ist. „Mittlerweile sind die Winter im Kraichgau mild genug, dass die Bananenstaude überleben kann und man sie auch nicht mehr richtig winterfest machen muss. Die Sommer sind zudem so warm, dass sie sich hier wohl richtig heimisch fühlt“, erklärt Klaus Hagenbucher und fügt an, dass die Staude vermutlich eine „Japanische Faserbanane“ ist, die Temperaturen bis zu minus zwölf Grad Celsius aushalten kann.

Im Kürnbacher Garten wachsen tatsächlich Bananenfrüchte

Den ursprünglichen Setzling hatte Hagenbucher von seinem in Eppingen wohnhaften Bruder erhalten, der in seinem Garten bereits eine Bananenstaude großzog. Die Bananenstaude im Garten der Hagenbuchers braucht an sich keine spezielle Pflege. Wichtig sei vor allem häufiges und intensives Wässern bei längeren Trockenperioden, die im Sommer öfter vorkommen. „Die Staude benötigt auch keinen teuren Spezialdünger. Wir düngen immer einmal im Frühjahr mit handelsüblichem Universaldünger, das reicht“, berichtet Brigitte Hagenbucher.

Seit einigen Jahren bildet die Bananenstaude auch Blüten aus, aus denen sich dann Fruchtstände mit Bananen entwickeln. Erst sei es in jedem Jahr nur eine einzelne Blüte gewesen, dann seien es mehr geworden. In diesem Jahr haben sich sogar vier volle Blüten ausgebildet.

Fruchtstände werden entfernt

Aus zwei dieser Blüten haben sich bereits Fruchtstände entwickelt. Klaus Hagenbucher entfernt diese jedoch immer, da es sich bei der „Japanischen Faserbanane“ um eine Zierbanane handelt und die Früchte somit auch nicht essbar sind. Bananen aus dem heimischen Garten bleiben somit erst mal noch ausgeschlossen.

Im Garten der Hagenbuchers finden sich auch noch andere exotische Pflanzen. So stehen im Vorgarten zwei kleine Palmen, die aber noch lange nicht so beeindruckend groß sind wie die Bananenstaude. Die Staude hat nicht nur eine beachtliche Größe erreicht, sondern bildete über die Jahre auch zahlreiche neue Triebe. Die einzige Gefahr für diese besteht durch starke Hitze, die die Pflanze stark schädigen können. In diesem Jahr gab es aber noch keine Stürme, die der Banane geschadet haben und so rollen sich nach und nach immer mehr riesige Bananenblätter aus.

Die Hagenbuchers wollen ihre Staude noch über Jahre in ihrem Garten wachsen lassen. Dieser geht es dort dermaßen gut, dass sie seit neustem sogar Triebe außerhalb des Beetes bildet, das Klaus Hagenbucher für die Staude angelegt hat.

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