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Vor-Ort-Termin mit Bürgermeister Michael Nöltner

Mögliche Lärmschutzwand am Bahngleis in Bretten-Ruit hat Befürworter und Gegner

Die Bahn hat vorgeschlagen, in Bretten-Ruit eine fast 1,4 Kilometer lange Lärmschutzwand entlang der Bahntrasse zu errichten. Doch dagegen regt sich Protest. Bei einem Treffen in Ruit wurden Argumente ausgetauscht.

Ortsvorsteher Aaron Treut (ganz rechts) und Bürgermeister Michael Nöldner (im Vordergrund) beim Ortstermin zur möglichen Lärmschutzwand in Bretten-Ruit.. Foto: Gerhard Obhof

In Abstimmung mit der Verwaltungsspitze hat der Ortsvorsteher von Bretten-Ruit, Aaron Treut, zu einem Vor-Ort-Termin zum Thema Lärmschutzwand eingeladen.

Zum Anlass der bundesweit laufenden Aktion der Deutschen Bahn zur Lärmreduzierung wurden für Bretten die Stadtteile Diedelsheim und Ruit für mögliche Baumaßnahmen identifiziert.

Auf Basis eines Schallgutachtens, das der Stadt vorliegt, schlägt die Bahn vor, eine fast 1,4 Kilometer lange Lärmschutzwand mit drei Metern Höhe zu errichten.

Der Leiter des Bereich Lärmsanierung Südwest von der Deutschen Bahn, Hasan Ilhan, bezeichnete dies als die wirkungsvollste Maßnahme. Für die zehn Haushalte westlich der Bahnlinie sprach sich Hartmut Wolff gegen eine Schallschutzwand aus, da sich für sie dadurch nichts ändere, außer dass die Sicht ins Dorf eingeschränkt werde.

Einige Bewohner sind klar dagegen

Bei einem weiteren Halt in den Gärten der Hinterdorfstraße war die Ablehnung seitens einiger Bewohner deutlich wahrzunehmen. Auf die Bedeutung der Lärmschutzmaßnahme für die Zukunft des Stadtteiles, insbesondere wenn es um künftige baurechtliche Aspekte geht, wies Treut hin.

Er hatte eine Befragung der 609 betroffenen Haushalten initiiert. Dabei hätten sich 57 Prozent enthalten oder neutral abgestimmt. 23 Prozent der Befragten, die mehrheitlich nahe an der Bahnlinie wohnen, hätten sich dagegen ausgesprochen. Lediglich 20 Prozent hätten den vorgeschlagenen Maßnahme zugestimmt.

Treut hat darum verschiedene Kompromisse in die Diskussion eingebracht, die im oberen Bereich der Wand Plexiglas vorsehen und damit mehr Transparenz schafften, für einen Teil der Wand würde die Höhe auf zwei Meter begrenzt. Allerdings war bei dem Treffen von den Anwohnern auch zu diesem Kompromissvorschlag eine deutliche Ablehnung spürbar.

Es gibt auch Befürworter

Dass es aber auch Befürworter gibt, dies wurde bei der Schlussrunde auf dem Kirchplatz deutlich. Bürgermeister Michael Nöltner (CDU) betonte, dass es sich um eine Maßnahme des Bundes zur Verringerung der Lärmbelastung handle und der Bund auch die Kosten dafür trage. Die Stadt müsse lediglich entscheiden, ob sie die Maßnahmen realisiert haben wolle.

Für den Abschnitt Diedelsheim sei bereits eine positive Entscheidung gefallen, stellte Nöltner fest. Die Entscheidung für oder gegen die Lärmschutzwand Ruit soll der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Dienstag treffen. Nöltner und die anwesenden Stadträte wünschen sich allerdings zuvor ein eindeutiges Votum des Ruiter Ortschaftsrates hierzu. „Diese Entscheidung wird das Dorf die nächsten 50 Jahre unmittelbar betreffen“, betonte Treut.

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