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Planungszeit geht in Verlängerung

Landesgartenschau in Eppingen wird wegen Corona um ein Jahr verschoben

Die fünfjährige Planungszeit für die Gartenschau in Eppingen 2021 geht notgedrungen ein Jahr in die Verlängerung.

Die Gartenschau in Eppingen verschiebt sich um ein Jahr. Eine abgespeckte Version sei einfach nicht genug, sagt Vanessa Heitz, Referentin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit. Foto: WSH

Eppingen verschiebt wegen der Corona-Beschränkungen die geplante Gartenschau auf das Jahr 2022. „Eine abgespeckte Version der Gartenschau im Jahre 2021 ist einfach nicht gut genug“, sagt Vanessa Heitz, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. „Das Hygiene- und Sicherheitskonzept für die Gartenschau stand fest, aber es hätte zu viele Einschränkungen für die Besucher gegeben“, führt Heitz weiter aus.

Eigentlich hätten sich bei der Schau im Bereich der Sparkassen sowie Dieffenbacher Bühne beim Bürgerhaus Schwanen unter normalen Umständen 4.000 bis 6.000 Besucher aufhalten können, dies wäre unter den jetzigen Corona-Beschränkungen nicht durchführbar gewesen. Um den Abstand von 1,5 Meter zu gewährleisten, hätten lediglich 200 bis 300 Personen die Veranstaltungen besuchen können. Besucher, die mit Busse anreisen würden, müssten ein bestimmtes Zeitfenster einhalten, ebenso die Dauerkartenbesitzer.

So wurde die Schulung der Ehrenamtlichen für die Gästeführungen wegen der Corona-Verordnung und den wieder steigenden Infektionszahlen auf Eis gelegt. Viele Vereine signalisierten, dass sie sich nicht auf das Ereignis vorbereiten können. Deshalb könnten viele Veranstaltungen, zum Beispiel der Blasmusiktag, überhaupt nicht stattfinden, so ist zu erfahren. Jeder Besucher müsste sein Kommen im Internet anmelden und ein Zeitfenster einhalten.

Gelände bleibt ein Jahr eingezäunt

Die Gastronomie habe auch keine Planungen vornehmen können, da nicht sicher ist, ob eine Bewirtung auf dem Gartenschaugelände überhaupt möglich wäre, so Heitz. Der Eppinger Gemeinderat entschied deswegen nun, die Gartenschau auf 2022 zu verschieben. Jetzt könne man noch reagieren und die notwendigen Aktivitäten stoppen. Mit den Ausstellern, den Gastronomen, den Sponsoren und den Künstlern sei man bereits im Gespräch, um für alle Beteiligten eine Lösung zu finden, betont Heitz.

Das Gartenschaugelände werde für ein Jahr für die Bevölkerung nicht zu betreten sein, denn es werde eingezäunt bleiben. Die bereits erworbenen Dauerkarten behielten ihre Gültigkeit. Der vergünstigte Kauf einer Dauerkarte sei bis zum Jahresende 2021 möglich. Die Werbekampagne für die Gartenschau werde im Herbst 2021 wieder aufgenommen, sagt Heitz.

Laut Heitz bleibt das Gartenschau-Team der Stadt erhalten und wird sich dann wieder voll der Aufgabe bis zur Eröffnung im Mai 2022 widmen. Die Veranstaltungen werden in einem neugestalteten Kalender einzusehen sein. Die aufgestellten Großskulpturen sollen möglicherweise bis zur Eröffnung bleiben. Das Land Baden-Württemberg habe sich bis jetzt noch nicht geäußert, ob es sich an den Mehrkosten der Verschiebung beteiligt.

Die Stadt Eppingen hat ursprünglich mit einem Defizit von 3.7 Millionen gerechnet. Durch die Verschiebung auf das Jahr 2022 erhöhe sich dieses auf 5,7 Millionen Euro. Eine Durchführung der Gartenschau nach Corona-Verordnung hätte ein Defizit von 5,1 Millionen Euro nach sich gezogen, sagt Heitz.

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