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Zweiter Einsatz

Impfungen des mobilen Impf-Teams in Gondelsheim werden gut angenommen

Nachdem beim ersten Impftermin in Gondelsheim hauptsächlich die Gruppe der über 80-jährigen geimpft wurde, waren nun primär die Gruppe der 65- bis 70-jährigen an der Reihe.

Durchdachter Ablauf: Beim Impfeinsatz in der Gondelsheimer Saalbachhalle herrschte eine entspannte Atmosphäre. Foto: Florian Ertl

Allmählich nimmt die Impfkampagne zur Bekämpfung der Corona-Pandemie an Fahrt auf. In der letzten Woche erreichte Deutschland teilweise Höchstwerte bei den täglichen Impfungen von bis zu einer Millionen Dosen. Auch in der Gemeinde Gondelsheim schreitet die „Durchimpfung“ der Bevölkerung voran.

Am vergangenen Freitag kam zum zweiten Mal ein mobiles Impf-Team in die Saalbachhalle der 4.000-Einwohner-Gemeinde. Nachdem beim ersten Impftermin hauptsächlich die Gruppe der über 80-jährigen geimpft wurde, waren nun primär die Gruppe der 65- bis 70-jährigen an der Reihe.

Mehr als 60 Personen sollten am Freitagvormittag ihre Impfung mit dem Präparat der deutschen Firma Biontech erhalten.

Tatsächlich lief dann beim Impfen alles wie geplant. Das Impf-Team, bestehend aus Personal des Kreisimpfzentrums in Heidelsheim, der Gondelsheimer Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und vier Verwaltungsmitarbeitern des örtlichen Rathauses, hatte zwischendurch lediglich mit einer längeren Wartezeit auf eine zweite Charge des Impfstoffs, der in Kühlkammern im Kreisimpfzentrums zentral gelagert wurde, zu kämpfen.

Bürgermeister Rupp steht hinter der Aktion

Gondelsheims Bürgermeister Markus Rupp (SPD), der zusammen mit seinem Team schon das erste mobile Impf-Team in die Gemeinde brachte, zeigte sich zufrieden mit dem gegenwärtigen Stand der lokalen Impfkampagne. „Ich würde es jederzeit genauso wieder tun, wenn die Frage aufkäme, ob und wie wir diese Impfaktionen organisieren“, erklärte Rupp am Freitag in der Saalbachhalle gegenüber den BNN.

Gerade für ältere Menschen seien lokale Impfangeboten im eigenen Dorf wichtig, da diese nicht immer die Möglichkeit hätten, weitere Strecken zu fahren, oder über das Internet Impftermine zu vereinbaren. „Viele haben einfach nicht die Affinität zum Netz und so mancher auch keine Kinder oder Enkel, die ihm helfen könnten. In solchen Fällen ist es wichtig, dass es so wie hier in Gondelsheim die Option gibt, sich an vertraute Personen – beispielsweise aus dem Rathaus – für Impftermine wenden zu können“, bekräftigt der Rathauschef.

In der Saalbachhalle zeigten sich die geimpften Senioren positiv gegenüber der Impfung im eigenen Dorf gestimmt. „Ich bin froh, dass ich geimpft bin und ich hoffe, dass ich mit meinem Mann schon bald mal wieder in einem Biergarten sitzen kann. Man lebt ja schließlich nur einmal“, meint eine Seniorin, als sie die Halle verlässt.

Zudem sei sie überrascht gewesen, wie gut sie vom Impf-Team betreut wurde. Mitverantwortlich für die überraschend lockere Stimmung in der Saalbachhalle war am Freitagmorgen Robert Austen vom Gondelsheimer DRK. Der Sanitäter und Seelsorger sprach vor dem entscheidenden Piks mit den noch ungeimpften Personen, beantwortete Fragen und versuchte, Vorbehalte und Ängste vor der Impfung zu nehmen.

Unterstützt wurde Austen, der seit elf Jahren für das DRK und seit 41 Jahren im Katastrophenschutz tätig ist, dabei unter anderem von der Ärztin Astrid Götzelmann, die seit Januar im Dauer-Impfeinsatz ist. „Wir klären jeden vor seiner Impfung einmal über alle möglichen Nebenwirkungen auf. Dabei versuchen wir natürlich, Vertrauen aufzubauen und zu vermitteln, dass grundsätzlich von Impfungen keine Gefahr ausgeht“, meinte Götzelmann. Seit dem Impfstart im Januar habe sie dabei noch keinen einzigen impfbezogenen Notfall erlebt, berichtet die Ärztin weiter.

Die Beratung und Aufklärung scheint dabei Erfolg zu haben. „Nach der Impfung fühlen wir uns jetzt sicherer. Wir sind froh, dass wir den Termin hier über unseren Hausarzt vermittelt bekommen haben“, erklärt ein Paar, während es noch für zwanzig Minuten zur Beobachtung in der Saalbachhalle warten muss. So soll garantiert werden, dass ein möglicher, wenn auch extrem unwahrscheinlicher, allergischer Schock schnell behandelt werden kann.

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