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Gute Kommunikation im Vorfeld

Nach Gastro-Lockerungen: Brettener Gastronomen bestehen Stresstest am Vatertag

Die Gastronomen in Bretten haben nach der Corona-bedingten Zwangspause seit Wochenbeginn wieder geöffnet - natürlich unter strengen Abstands- und Hygieneregeln. An Christi Himmelfahrt erlebte die Gastro-Szene in der Melanchthonstadt gleich einen Stresstest. Da sämtliche Vatertagsfeste abgesagt waren, strömten viele Ausflügler in die City. Dort verlief alles - wie generell der Gastro-Re-Start - ohne Probleme.

Mitinhaber Toni Kluttig und Servicekraft Carolin Langlotz (von links) erläutern Cosima Carbone und Alexander Dörr vom Ordnungsamt der Stadt Bretten, wie im Restaurant Saigon am Marktplatz der Melanchthonstadt beispielsweise die Hygienevorgaben umgesetzt werden. Foto: Rebel

In Bretten nichts Neues – so lässt sich aus Sicht von Ordnungsamtsleiter Simon Bolg die Öffnung der Gastronomie in der Melanchthonstadt am besten beschreiben. Wie schon bei der schrittweisen Öffnung des Handels, bei der Einführung einer Maskenpflicht beim Einkaufen sowie bei der teilweisen Wiederaufnahme des Schulbetriebs und bei der Öffnung der Spielplätze kann der Brettener Stadtsheriff auch beim Gastro-Re-Start verkünden: „Keine besonderen Vorkommnisse.“

Auch Oberbürgermeister Martin Wolff freut sich, dass die Öffnung der Gastronomie nahezu reibungslos über die Bühne gegangen ist: „Es ist wirklich alles problemlos gelaufen, alle sind sehr diszipliniert.“ Wolff und Bolg sparen dabei nicht mit Lob für die Restaurantbetreiber.

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Viele Wirte hätten sich im Vorfeld der Öffnung mit ihren Fragen ans Ordnungsamt gewandt, berichtet Bolg, so habe man etliche Probleme frühzeitig lösen können.

Bei den Gastronomen herrschte Aufklärungsbedarf

„Wir waren in der Vorwoche häufig unterwegs und haben vor Ort geschaut, ob soweit alles passt“, berichtet der Ordnungsamtsleiter. Unangefochtener Spitzenreiter auf der Anfragen-Liste der Gastronomen an Bolg und sein Team war die Frage nach dem Abstand zwischen den Tischen.

Daneben gab es Aufklärungsbedarf in Sachen Maskenpflicht – also ob diese generell gilt und wenn ja, in welchen Bereichen und für wen – sowie zu den Öffnungszeiten. „Eine Beratung durch das Ordnungsamt war doch stark nachgefragt“, sagt OB Wolff. „Wir haben mittlerweile fast alle Gastronomen abgeklappert und uns alles angeschaut“, ergänzt Bolg.

Kontrollen durch den Vollzugsdienst

Zu Wochenbeginn und damit zeitgleich mit der Gastronomie-Öffnung hat der Vollzugsdienst dann offiziell mit seinen Kontrollen begonnen. Dabei nahmen Alexander Dörr und Cosima Carbone vom Ordnungsamt unter anderem das Restaurant Saigon am Marktplatz der Melanchthonstadt unter die Lupe und ließen sich von Mitinhaber Toni Kluttig sowie von Servicekraft Carolin Langlotz zeigen, wie dort die Vorgaben etwa zur Hygiene umgesetzt werden.

Etwaige Verstöße wurden zunächst nicht geahndet

Wurden bei den Kontrollen etwaige Verstöße gegen Abstands- und Hygieneregeln oder andere Mängel festgestellt, wurde darauf anfangs laut Bolg nur hingewiesen. „Es ist uns viel lieber, dass wir zuerst zu den Wirten und in die Gaststätten gehen und dann vor Ort die Dinge an- und gemeinsam besprechen“, sagt der Ordnungsamtsleiter: „Man muss nicht immer sofort einschreiten und gleich Bußgelder verteilen.“

Wie schon bei den vorherigen Corona-Lockerungen habe man in Bretten auch beim Gastronomie-Start wieder die richtige Strategie – nämlich direkte und gute Kommunikation im Vorfeld – gewählt, meint Bolg.

Betrieb an Christi Himmelfahrt läuft reibungslos

So wurde auch der erste Stresstest am Vatertag nahezu stressfrei bestanden. Da wegen der Corona-Pandemie an Christi Himmelfahrt alle Feste in und um Bretten abgesagt wurden, herrschte auf dem Marktplatz viel Betrieb.

Da sich aber auch an diesem Feiertag weitestgehend alle an die Regeln hielten, konnte Ordnungsamtsleiter Bolg den Brettener Nachrichten zum wiederholten Mal mitteilen: „Keine besonderen Vorkommnisse.“ Daneben betonte OB Wolff: „Es ist gut, dass die Gastronomie wieder geöffnet hat. Sie trägt im Wesentlichen – zusammen mit dem Einzelhandel – zur Lebendigkeit unserer Stadt bei.“

Stadt Bretten unterstützt die Gastronomen

Die Stadt Bretten greift den Gastronomen übrigens finanziell unter die Arme. So verzichtet die Stadt bis zum Jahresende auf 50 Prozent der Gebühren, die sonst für eine Sondergenehmigung zur Nutzung öffentlicher Verkehrsflächen für die Außengastronomie fällig werden. „Die Gebühren richten sich nach der Größe der Fläche, die ein Gastronom nutzt, nicht nach der Anzahl der Plätze dort“, erklärt Bolg.

Die Wirte benötigen im Außenbereich weiter ihre gewohnten Flächen, um die nötigen Abstände zwischen den Tischen zu gewährleisten, so Bolg. Allerdings steht so nur rund die Hälfte der Plätze zur Verfügung. Deshalb habe man sich dazu entschlossen, die Gebühren vorerst zu halbieren.

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