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Ergebnisse der Bundestagswahl

CDU bricht rund um Bretten ein – SPD dennoch nur in zwei Gemeinden vorn

Die CDU bricht ein, behauptet aber dennoch in den meisten Brettener Umlandgemeinden den Führungsplatz. Neben der SPD freuen sich auch Liberale und Grüne über Stimmzuwächse. Die Linke schneidet indes desaströs ab.

Letzte Hinweise für die Wahl: Nach Vorlage der Wahlbenachrichtigung und des Personalausweises bekommt die Wählerin im Wahllokal im Oberderdinger Rathaus den Stimmzettel ausgehändigt. Warteschlangen gibt es am Wahltag keine: Nach und nach trudeln die Wähler zur Stimmabgabe ein. Foto: Tom Rebel

Herbe Verluste für die CDU und deutliche Zugewinne bei der SPD kennzeichnen die Lage in den Brettener Umlandgemeinden nach Auszählung der Stimmen. Die Christdemokraten bleiben dennoch zumeist die führende Kraft. Nur in Sulzfeld und Walzbachtal gelingt es den Sozialdemokraten, die CDU zu überflügeln.

Gewinner der Wahl sind auch die Liberalen, die ihre Wahlergebnisse von 2017 durchweg verbessern. Gleiches gilt für die Grünen, nur in geringerem Umfang. Doch es gelingt ihnen nicht, an die guten Ergebnisse der Landtagswahl anzuknüpfen. Die AfD verliert im Schnitt drei Prozent. Desaströs fällt die Wahl für die Linke aus, die nur in Walzbachtal auf mehr als drei Prozent der Stimmanteile kommt.

Deutliche Verluste für die CDU und klare Zugewinne bei der SPD sind in Oberderdingen das markanteste Wahlergebnis. Die FDP und die Grünen verbessern ihr Ergebnis von 2017, die AfD verliert mehr als zwei Prozentpunkte.

CDU verliert in Oberderdingen zehn Prozentpunkte

Die CDU, die noch vor vier Jahren in Oberderdingen knapp 35 Prozent der Stimmen holte, muss sich nun mit zehn Prozentpunkten weniger zufrieden geben, bleibt aber stärkste Kraft. Die Sozialdemokraten legen um mehr als fünf Prozentpunkte zu und landen bei 20 Prozent. Auf Platz drei schiebt sich die FDP.

„In Oberderdingen war es ja bei den letzten Wahlen schon so, dass wir den Trend im Landkreis abgebildet haben, wo die CDU eigentlich immer das Direktmandat geholt hat“, kommentiert Bürgermeister Thomas Nowitzki (CDU) das Wahlergebnis. Bei den Zweitstimmen liege man in Oberderdingen bei der CDU sogar deutlich über dem Bundestrend, doch auch die AfD schneide hier besser ab als auf Bundesebene. „Die AfD hat hier ein Sammelbecken von vielen Unzufriedenen und Querdenkern“, bekundet Nowitzki.

Auch in Gondelsheim fallen die Verluste für die CDU deutlich aus. Fast neun Prozentpunkte büßt die Union gegenüber der Bundestagswahl vor vier Jahren ein. Die Sozialdemokraten legen um gut sieben Prozentpunkte zu, die Grünen um vier. Die Liberalen halten die Stellung mit geringen Zugewinnen, die AfD verliert gut drei Prozentpunkte.

SPD macht bei der Bundestagswahl Boden in Kürnbach gut

In Kürnbach brechen die Christdemokraten um fast zwölf Prozentpunkte ein. Die SPD verbessert ihr Ergebnis von 2017 um sechs Prozentpunkte. Auch die Grünen legen zu und verbessern ihr Ergebnis von knapp 13 auf knapp 16 Prozent der Stimmen. Sie liegen nun gleichauf mit den Liberalen, die zwei Prozentpunkte mehr als 2017 verbuchen. Die AfD hingegen verliert zwei Prozentpunkte und landet auf Platz fünf. Auch die Linke bricht ein.

Nicht ganz so heftig wie andernorts liest sich der Einbruch der CDU in Zaisenhausen, die lediglich sieben Prozentpunkte verliert. Mit knapp 27 Prozent der Wählerstimmen bleiben die Christdemokraten die stärkste Partei. Die SPD gewinnt knapp fünf Prozent an Stimmanteilen hinzu und belegt in Zaisenhausen mit knapp 20 Prozent Platz zwei in der Wählergunst.

Auf Platz drei rückt die FDP vor, die knapp 17 Prozent der Stimmen für sich verbucht – drei Prozentpunkte mehr als vor vier Jahren. Die AfD verliert zwei Prozentpunkte, liegt mit knapp 15 Prozent der Stimmen deutlich vor den Grünen, die ihr Ergebnis von 2017 nur unwesentlich verbessern können.

SPD gewinnt in Sulzfeld

In Sulzfeld haben es die Sozialdemokraten auf Platz eins geschafft: Mit fast 26 Prozent der Stimmen verweisen sie die Christdemokraten, die auf knapp 23 Prozentpunkte kommen, auf den zweiten Platz. Vor vier Jahren sah dies noch ganz anders aus. Da hatte die CDU mit über 31 Prozent der Stimmen noch die Nase vorn, die SPD bekam 22,5 Prozent. Über fünf Prozentpunkte Zuwachs freut sich in Sulzfeld die FDP, einen Prozentpunkt mehr als 2017 schaffen die Grünen, während die AfD den Verlust von drei Prozentpunkten beklagt.

Auch in Walzbachtal gelingt es der SPD, die CDU zu überflügeln, allerdings nur mit einem hauchdünnen Stimmenvorsprung. Beide rangieren um die 25-Prozent-Marke. Auf Platz drei landen die Grünen, die sich um drei Prozentpunkte verbessern. Über einen Stimmenzuwachs freut sich auch die FDP, während die Verluste der AfD in der Doppelgemeinde nur moderat ausfallen.

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