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Meinung

von Hansjörg Ebert

Lediglich Gedenkstein mit falschen Daten

Gedenken an jüdische Geschichte in Flehingen ist ein Missstand

Die Historische Gruppe „Fünf Schneeballen“ konzipiert einen Rundweg, der an die erschütternden Schicksale der Flehinger Juden erinnern soll. Denn: bislang ist die Erinnerungskultur unzureichend.

Gedenkstein in Flehingen - aber wofür erschließt sich auf den ersten Blick nicht. Foto: Hansjörg Ebert

Man muss in Flehingen lange suchen, bis man etwas über das vermutlich schlimmste Menschheitsverbrechen erfährt, das sich hier - wie in zahllosen anderen Städten und Gemeinden auch - vor kaum drei Generationen und vieler Augen zugetragen hat.

Ein großes Denkmal in der Ortsmitte ist den im Ersten und Zweiten Weltkrieg gefallenen Söhnen der Gemeinde gewidmet, eine stattliche Skulptur und eine ausführliche Infotafel rücken den Dorfschulmeister und Dichter Samuel Friedrich Sauter ins Blickfeld. Sogar sein Geburtshaus wird kenntlich gemacht.

Doch an die einst blühende jüdische Gemeinde in Flehingen erinnert - fast - nichts. Der Gedenkstein, der angesichts seiner Unkenntlichkeit keiner ist, mahnt zwar das Erinnern an. Doch woran?

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