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Explosiver Fund im Garten

Panzerfaust im Garten: 72-Jähriger Zaisenhausener stößt mit Lattenhammer auf Weltkriegsrelikt

Diese Geschichte hätte auch ins Auge gehen können. Denn die Panzerfaust, die der 72-jährige Herbert Kull aus Zaisenhausen bei Arbeiten an seinem Gartenzaun im Boden fand, war noch scharf. Mit dem Hammer hatte er den Sprengkopf beschädigt.

Gefährlicher Fund: Den Kopf einer Panzerfaust hat der Zaisenhausener Herbert Kull in seinem Garten gefunden. Zwei Sprengstoffexperten nehmen das Teil in Empfang. Foto: BNN

Diese Geschichte hätte auch ins Auge gehen können. Denn die Panzerfaust, die der 72-jährige Herbert Kull aus Zaisenhausen bei Arbeiten an seinem Gartenzaun im Boden fand, war noch scharf.

Eigentlich wollte der Senior nur den eingewachsen Gartenzaun freilegen. Dabei schlug er mit dem Lattenhammer kräftig zu und stieß auf etwas Metallisches. Was er nicht wusste, war, dass er auf eine Panzerfaust aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen war, der Kopf gefüllt mit Sprengstoff. Ein Funkenschlag mit dem Hammer hätte sie auch zur Detonation bringen können. „Ich habe wirklich Glück gehabt“, sagt der Rentner, vielleicht habe der Rost den Funkenschlag verhindert.

Ein Funkenschlag hätte ausgereicht

„Ich war mal bei der Bundeswehr und hatte sofort den Verdacht, dass ich auf so etwas gestoßen war“, berichtet er weiter. Vorsichtig habe er dann den Metallkörper freigelegt und die Polizei verständigt. Die kam dann auch und verständigte den Kampfmittelbeseitigungsdienst aus Stuttgart. Der kam tags darauf und untersuchte das rund drei Kilogramm schwere Weltkriegsrelikt.

Die beiden Experten bestätigten, dass es sich um eine Panzerfaust P630 der Wehrmacht handelt, die mittlerweile mindestens 75 Jahre in Kulls Garten schlummerte – keine zehn Zentimeter unter der Grasnarbe. Der Hammerschlag hatte die Metallhülle durchbohrt, sodass der gelbe Sprengstoff sichtbar wurde.

Explosiver Inhalt: Durch das Loch ist der gelbe Sprengstoff zu sehen. Foto: BNN

Im Nachhinein ist Herbert Kull noch der Schrecken abzuspüren. „Im März haben wir genau an dieser Stelle eine Riesenpappel gefällt“, berichtet er. Scheibe um Scheibe habe man den Baum von oben nach unten kleingesägt und die Teile nach unten fallen lassen. „Auch da hätte das Ding schon losgehen können“, bekundet der Senioren und atmet noch einmal tief durch.

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