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Umfrage zur US-Wahl in der Innenstadt

Passanten in Bretten wünschen sich lieber Biden als vier weitere Jahre Trump

Joe Biden soll neuer Präsident der USA werden – das war am Donnerstag jedenfalls die mehrheitliche Meinung der Passanten in der Brettener Fußgängerzone. Eine weitere Amtszeit von Donald Trump wären vier weitere verlorene Jahre, heißt es.

Die Qual der Wahl: In einem Autokino in San Francisco verfolgen Amerikaner die Wahl des neuen US-Präsidenten. In Bretten wünschen sich die Leute mehrheitlich einen Sieg von Herausforderer Joe Biden (rechts), Amtsinhaber Donald Trumpp kommt dagegen ganz schlecht weg. Foto: Jeff Chiu / picture alliance/dpa

Noch steht nicht final fest, wer in den kommenden vier Jahren im Weißen Haus das Zepter schwingen wird. Geht es jedoch nach der mehrheitlichen Meinung der Passanten in der Brettener Innenstadt vom Donnerstag, dann kann und darf es bei der US-Präsidentenwahl nur eine Entscheidung geben: Joe Biden, der Herausforderer der Demokraten, soll neuer Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werden.

Denn in einem Punkt ist man sich einig: Eine zweite Regentschaft des republikanischen Amtsinhabers Donald Trump darf es nicht geben. Lieber Biden als vier weitere Jahre Trump, lautet also der einhellige Tenor. Dabei sehen längst nicht alle Biden als Ideallösung für die westliche Supermacht an.

Viele leere Versprechungen und kein Vorbild

„Ich finde es gut, dass Joe Biden aktuell vorne liegt. Donald Trump ist meiner Meinung nach überhaupt nicht dafür geeignet, ein Land zu führen. Biden ist die deutlich bessere Wahl“, erklärt Benjamin Elsmann aus Büchig. Der Noch-Amtsinhaber sei einfach kein Vorbild, zumal er viele leere Versprechungen gemacht habe, so Elsmann.

Benjamin Elsmann aus Bretten-Büchig. Foto: Christof Bindschädel

Ihm gefällt es auch nicht, dass Trump sich viel zu stark auf Amerika konzentriere und ihm der Rest der Welt quasi egal sei. Bei Biden sei das anders, weshalb dieser sich am Ende hoffentlich auch durchsetze, betont der Büchiger.

Dem kann Damian Gabriel nur beipflichten. Trump sei definitiv kein guter Präsident, meint der Brettener, eigentlich sei Trump ein „No-Go“ und dürfe nicht ein zweites Mal zum US-Präsidenten gewählt werden. „Wenn ein Präsident den Leuten sagt, dass sie Desinfektionsmittel trinken sollen, damit sie sich nicht mit dem Coronavirus infizieren, dann sagt das doch alles“, meint Gabriel.

Damian Gabriel aus Bretten. Foto: Christof Bindschädel

Dass Trump bereits mehrfach erklärt hat, er werde im Falle einer Wahlniederlage vor die Gerichte gehen und das Ergebnis anfechten, sei auch ein Ding der Unmöglichkeit, sage aber viel über diesen Menschen aus.

Uzelak hofft auf Verstand und Vernunft der Amerikaner

Auch Zeljko Uzelak wünscht sich einen Machtwechsel im Weißen Haus, schließlich „ist Trump zu allem fähig“. Wenn die Amerikaner mit Vernunft und Verstand gewählt haben, dann müsste Biden der neue US-Präsident werden, meint Uzelak. Allerdings sei die Wahl erst dann entschieden, wenn auch wirklich die letzte Stimme gezählt sei.

Zeljko Uzelac aus Bretten. Foto: Christof Bindschädel

Es sei „schlimm genug, dass es so eng ist“. Immerhin, betont Uzelak, habe Trump in den vergangenen vier Jahren etwas geschafft, was seinen Vorgängern nicht gelungen ist: „Er hat keine Kriege geführt.“ Doch das allein rechtfertige definitiv keine zweite Amtszeit, meint der Brettener Kult-Kioskbesitzer.

Wenn es nach Günter Klein geht, dann seien eigentlich weder der Amtsinhaber, noch der Herausforderer wählbar. „Trump und Biden sind beide zu alt, das ist einfach so. Genau deshalb finde ich es schade, dass es die Demokraten nicht geschafft haben, einen jüngeren Kandidaten ins Rennen zu schicken“, meint der Zaisenhausener.

Günter Klein aus Zaisenhausen. Foto: Christof Bindschädel

Trump bezeichnet er als „Proleten“, der in den vergangenen vier Jahren nicht viel richtig gemacht habe. „Insofern ist es schon verwunderlich, dass Trump doch so viele Stimmen bekommen hat“, betont Klein.

Es mangelt der USA scheinbar an Alternativen

Christa Dörr ist ebenfalls von keinem der beiden Kandidaten wirklich überzeugt. „Trump geht gar nicht“, erklärt die Brettenerin, der dürfe nicht noch einmal an die Macht kommen. Aber letztlich sei auch Biden nicht zuletzt wegen seines Alters nicht der richtige Mann für dieses Amt.

Christa Dörr aus Bretten. Foto: Christof Bindschädel

„Scheinbar gibt es in den USA keinen besseren Kandidaten. Für die USA ist das schon ein Armutszeugnis“, meint Dörr und spricht damit das aus, was so oder ähnlich eigentlich alle Befragten zumindest durch die Blume sagen.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass Elke König dem Herausforderer die Daumen drückt. „Man kann nur hoffen, dass Biden durchkommt und die Wahl gewinnt. Denn alles andere wären weitere vier verlorene Jahre“, betont die Karlsruherin. Biden – sollte dieser Präsident werden – sieht sie indes nur als Übergangslösung an.

Elke König aus Karlsruhe. Foto: Christof Bindschädel

„Joe Biden hätte dann vier Jahre Zeit, um Kamala Harris als seine Nachfolgerin aufzubauen“, meint König. Im Falle eines Wahlsieges von Biden würde die ehemalige Senatorin und frühere Justizministerin Kaliforniens dessen Vizepräsidentin werden. König findet es traurig, dass es die Demokraten nicht geschafft haben, einen anderen Kandidaten als Biden ins Rennen zu schicken. Doch der sei allemal besser als Trump, für den die Menschen einfach „nichts zählen“ würden, so König.

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