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Oktober bis Ostern

Knittlinger Kfz-Meister gibt Tipps zum Reifenwechsel

Reifenwechsel: Selbst machen oder doch lieber zur Werkstatt? Und wer Allwetterreifen hat, ist doch ohnehin fein raus – oder nicht? Der Knittlinger Kfz-Meister Dieter Taubert gibt Ratschläge.

Profi: Dieter Taubert ist einer der beiden Geschäftsführer der Engel Rent + Service in Knittlingen. Als KFZ-Meister leitet er die Werkstatt und übernimmt den Reifenservice. Foto: Jens Arbogast

Wenn wie jetzt im Herbst die Temperaturen fallen, muss meistens ein neuer Satz Reifen her. Gleiches gilt fürs Frühjahr, wenn es wieder wärmer wird.

Dieter Taubert von der Knittlinger Autowerkstatt Engel kennt sich mit dem ewigen Wechselspiel bestens aus.

Wann sollte man die Reifen wechseln? Die Winter sind ja teilweise wärmer als früher...
Taubert

Wir geben unseren Kunden weiterhin die Empfehlung, die Faustregel O-O (Oktober bis Ostern) einzuhalten und nicht den ersten Schneefall abzuwarten. Bei Temperaturen unter sieben Grad sollte auf Winterbereifung gewechselt werden. Die spezielle Gummi-Mischung verbessert bei Niedrigtemperaturen deutlich die Bodenhaftung. Ebenfalls sollten Wintersportbegeisterte auf die jeweiligen Vorschriften der Länder achten, wie zum Beispiel Winterreifen- oder Schneekettenpflicht.

Ein Wechsel kostet zwischen 20 und 35 Euro. Wie setzt sich der Preis zusammen, warum gibt es Unterschiede?
Taubert

Auf dem Markt wird unterschieden zwischen freier Werkstatt und herstellergebundener Werkstatt. Die freien Werkstätten unterliegen einem stärkeren Preisdruck, da der Kunde diese schon mit der Erwartung einer „günstigeren“ Dienstleistung aufsucht. Für die eine Werkstatt ist ein Radwechsel nur ein Radwechsel, für die andere eine zusätzliche Möglichkeit einer präventiven Sichtprüfung sicherheitsrelevanter Bauteile rund um den Reifen. Trotz Optimierung sind Personal- und Energiekosten die Preistreiber in der Branche.

Kann man die Räder nicht auch selbst wechseln?
Taubert

Der Radwechsel sollte in der Fachwerkstatt stattfinden. Die Technik, wie zum Beispiel das richtige Einstellen des Reifendrucksystems (RDKS), wird für den Kunden immer komplexer, da auch zusätzliche Hardware benötigt wird. Immer wieder erleben wir es, dass Räder mit dem falschen Drehmoment nachgezogen werden. Eine Fachwerkstatt übernimmt dagegen nicht nur die allgemeine Kontrolle der Reifen, sondern unter anderem auch die Sichtprüfung von Bremsen und Federn.

„Fährt“ man mit Allwetterreifen nicht besser?
Taubert

Der Allwetterreifen ist mittlerweile eine gute Alternative für Fahrzeuge mit geringer Jahreskilometerleistung. Allerdings muss auch hier ein jährlicher Tausch der Räder (von vorne nach hinten) beachtet werden, da diese Reifen zur „Sägezahnbildung“ (unregelmäßige Abnutzung, Anmerkung der Redaktion) neigen und das negative Fahreigenschaften hervorrufen kann, wie Vibrationen und Geräusche. Grundsätzlich empfehlen wir allerdings Sommer- und Winterreifen, da diese für die jeweiligen Bedingungen optimal ausgelegt sind.

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