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„Land unter“

Starkregen sorgt für Überschwemmungen in Bretten-Ruit

„Land unter“ in Ruit: Am Donnerstagabend hat ein halbstündiger Starkregen für Überschwemmungen in dem Brettener Stadtteil gesorgt.

Im Brettener Stadtteil Ruit stand das Wasser zentimeterhoch in den Straßen. Foto: Aaron Treut

Zwischen 19.30 Uhr und 20 Uhr gab es dort bis zu 40 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Das Regenwasser schoss förmlich von den oberhalb des Ortes gelegenen Streuobstwiesen nach Ruit hinein. Der vom Wasser mitgespülte Schotter verstopfte innerhalb weniger Minuten die sogenannten Schmutzfänge, weshalb das Wasser in den Ort gelangte und mehrere Zentimeter hoch auf den Straßen stand.

Die Salzach, die durch Ruit fließt, ist nicht über die Ufer getreten. Die Überschwemmung ging nach offiziellen Angaben allein auf den Starkregen zurück. Foto: Aaron Treut

„Aber immerhin konnten wir den Großteil des Wassers in den Straßen halten“, berichtet Ortsvorsteher Aaron Treut. Dennoch liefen in Ruit mehrere Keller voll. Für die heftigen Überschwemmungen sei diesmal – anders als bei den schweren Hochwasserereignissen in den Jahren 2013 und 2015 – nur der Regen verantwortlich, betont Treut.

Die Salzach, die durch den Ort fließt, sei nicht über die Ufer getreten. „Darauf sind wir mittlerweile auch gut vorbereitet“, versichert der Ruiter Ortsvorsteher mit Blick auf die in den vergangenen Jahren getätigten Hochwasserschutzmaßnahmen.

Brettener Oberbürgermeister lobt Schutzmaßnahmen gegen Hochwasser

„Man sieht, dass diese Maßnahmen auch etwas bringen. Darüber sind wir natürlich alle froh“, pflichtet Oberbürgermeister Martin Wolff (Freie Wähler) bei.

Zwischen acht und zehn Millionen Euro lässt sich die Große Kreisstadt die verschiedenen Projekte zur Verbesserung des Hochwasserschutzes kosten. „Die Ruiter Hochwasser- und Starkregenmaßnahmen haben weitestgehend gegriffen“, sagt Ortsvorsteher Treut, der zusammen mit den Mitgliedern des Ortschaftsrats tatkräftig anpackte.

So wurden innerhalb weniger Minuten unter anderem rund 500 Sandsäcke ausgegeben, mit denen das Wasser größtenteils auf den Straßen gehalten wurde. Am Freitagvormittag waren einige dieser Sandsäcke, die im Keller der Ortsverwaltung eingelagert sind, noch am Straßenrand zu sehen.

Zum Glück hat es bei uns in Bretten keine Personenschäden gegeben.
Martin Wolff, Oberbürgermeister Bretten

Wie Treut mitteilt, habe auch das örtliche Nachbarschaftshilfe-Netzwerk, mit dem Informationen und Gefahrenwarnungen zügig kommuniziert werden, sehr gut funktioniert.

Im Brettener Stadtteil Ruit liegen am Tag nach der Überschwemmung noch Sandsäcke am Straßenrand. Foto: Tom Rebel

Wolff erklärt indes auf Nachfrage dieser Redaktion, dass die Brettener Feuerwehr am Donnerstagabend offiziell zu 15 Einsätzen gerufen wurde, 13-mal waren die Floriansjünger dabei in Ruit gefordert. Dort standen demnach zwölf Keller sowie eine Baugrube unter Wasser. Einsätze wegen vollgelaufener Keller gab es daneben auch im Postweg und im Stadtteil Diedelsheim. „Zum Glück hat es bei uns in Bretten keine Personenschäden gegeben“, betont Wolff.

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