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Verkäufer aus der gesamten Region

Erfolgreiche Premiere für den Herbstradbasar des RSV Germania Sulzfeld

Beim RSV Sulzfeld sind fast so viele Fahrräder zum Kauf angeboten worden, wie bei den sonst üblichen Aktionen vor Ostern.

Großes Angebot auch im Herbst: Etwa hundert Fahrräder standen am Samstagmorgen bereit, den Besitzer zu wechseln.
Großes Angebot auch im Herbst: Annähernd 100 Fahrräder stehen beim Radbasar des RSV Sulzfeld im Schulhof der Sulzfelder Blanc-und-Fischer-Schule zum Verkauf. Foto: Stefan Friedrich

Der Radbasar des Radsportvereins (RSV) Germania Sulzfeld, der traditionell im Frühjahr vor Ostern stattfindet, funktioniert auch in der zweiten Jahreshälfte. Das lässt sich nach der Premiere des ersten Herbstradbasars feststellen. Am Samstag, parallel zur Kerwe, wurden auf dem Schulhof der Blanc-und-Fischer-Schule annähernd so viele Fahrräder zum Verkauf angeboten, wie sonst bei vorherigen Terminen der Fall.

Viele Kaufinteressierte kommen zum Radbasar nach Sulzfeld

Auch die Resonanz von Seiten potenzieller Käufer fällt bereits in der ersten Stunde positiv aus. Wolfgang Pux, Vorsitzender des RSV, zeigt sich deshalb zufrieden und kann sich dementsprechend auch gut vorstellen, diesen zweiten Termin im Jahr künftig beizubehalten.

„Im Frühjahr haben wir immer um die 140 oder 150 Fahrräder da, heute sind es knapp 100“, sagt Pux im Gespräch mit dieser Redaktion. Beim ersten Basar dieses Jahres im März seien etwa 70 Prozent der angebotenen Räder verkauft worden. „Das war eine richtig gute Quote“; bei der Premiere am Samstag lag die Zielmarke etwas niedriger, bei einer Quote von 50 Prozent.

Im Frühjahr haben wir immer um die 140 oder 150 Fahrräder da.
Wolfgang Pux
Vorsitzender des RSV Sulzfeld

Wer sein Rad verkaufen wollte, der brachte es bereits am frühen Morgen vorbei, um es von den Experten des RSV zunächst prüfen zu lassen. „Wir schauen uns die Räder an und empfehlen dann den Verkäufern eine Preisspanne“, erklärt Pux.

Dabei überprüfen die Experten beispielsweise, ob die Schaltung funktioniert oder ob die Reifen genügend Luft haben. Ist das der Fall, werden die Räder zu den anderen gestellt und sind für den Verkauf freigegeben.

Die Verkäufer wiederum kommen nicht mehr nur aus dem gesamten Kraichgau, sondern inzwischen auch aus dem Heidelberger Raum. Dass der Radbasar seinen Bekanntheitsgrad im Laufe der zurückliegenden Jahre erhöht hat, trägt dazu bei. „Es spricht sich richtig rum, was wir hier in Sulzfeld veranstalten“, sagt Pux.

RSV organisiert Basar seit 30 Jahren

Den Radbasar organisieren die Mitglieder des RSV Germania Sulzfeld bereits seit 30 Jahren und sind damit schon lange sehr erfolgreich, sagt Pux. Das liege zum einen daran, dass sie hier keine allzu hohen Preise haben. „Das meiste spielt sich in der Spanne von 50 bis 200 Euro ab“, versichert Pux.

Nur die E-Bikes sind natürlich ein bisschen teurer. Unter 500 Euro ist eigentlich keines zu haben. „Da liegt allerdings auch der Neupreis schon um einiges höher.“ Zum anderen bekommen die potenziellen Käufer aber auch ein umfassendes Beratungsangebot.

Die Fachleute des RSV erkundigen sich unter anderem, wofür das Rad genutzt werden soll. „Wir haben zum Beispiel junge Leute oder Studenten da, die brauchen ein Fahrrad, damit sie vom Karlsruher Bahnhof zur Uni fahren können“, sagt Pux. „Da ist dann die Technik nicht so sehr wichtig und eine Zwei- oder Drei-Gangschaltung reicht aus.“ Wer dagegen regelmäßig unterwegs ist, braucht gerade im Kraichgau mit seiner Landschaft die entsprechende Ausstattung.

Im Trend liegen deshalb E-Bikes – und das längst nicht mehr nur bei Neuanschaffungen. „Das ist ein Prozess, der kommt jetzt langsam in Gang“, weiß Pux – nicht nur im Fachhandel, sondern eben auch bei ihrem Radbasar. Im Frühjahr haben „bestimmt zehn E-Bikes“ den Besitzer gewechselt, und auch am Samstag sind wieder einige im Angebot.

Entsprechend richten sie sich beim RSV bereits darauf ein, dass das E-Bike immer gefragter sein wird, auch wenn auf dem Basar zunächst noch das klassische Fahrrad dominiert, aus einem nachvollziehbaren Grund: „Viele haben sich ein E-Bike gekauft und bringen dann ihr altes Fahrrad zu uns“, erklärt Pux.

E-Bikes werden immer gefragter

Das lohnt sich für alle Seiten: die Verkäufer bekommen noch etwas Geld, der Verein verdient über eine Service-Gebühr mit und die Käufer freuen sich über ein Schnäppchen. Nur die Räder, die am Ende nicht verkauft worden sind, müssen von ihren jeweiligen Besitzern wieder abgeholt und mitgenommen werden.

Experten nehmen Reparaturen vor

Zu jedem Basar gehört dazu, dass sich das RSV-Beratungsteam auch um kleine Inspektionen oder Reparaturen am Rad kümmert. „Wir haben hier Leute vom Fach, die sich technisch auskennen und Tipps geben“, sagt Pux. Von Radfahrern werde dieser Service, den es übrigens nur beim Radbasar gibt, auch immer gerne angenommen, zumal sie am Ende die Erkenntnis eint: „Radfahren ist gesund, macht Spaß und schont die Umwelt.“

Das gilt auch für den RSV, der die Pandemiezeit vor allem im Jugendbereich zu spüren bekommen hat. Vor Corona waren regelmäßig bis zu 30 Kinder mit ihrem Rad beim RSV aktiv. „Dann durften wir kein Training mehr machen.“ Der Jugendbereich muss nun wieder neu auf- und ausgebaut werden. „Das werden wir sukzessive tun“, sagt Pux. Die Richtung stimmt: Etwa 15 Kinder sind schon wieder mit dabei.

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