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Hohe Dunkelziffer vermutet

Unterschätzte Gefahr: Brettener Virologin warnt vor tödlichem Bakterium

Es beginnt oft mit Muskelschmerzen und Grippe-Symptomen, aber nicht immer ist es Covid-19: Eine Reiterin infizierte sich bei Bretten. Ein Pfarrer putzte seine Kirche und kämpfte nur Tage später um sein Leben: Leptospiren sind in der Diagnostik schwer zu finden und können zum Tod führen.

Nicht immer Covid-19: Dr. Martina Varrentrapp von der Brettener Rechbergklinik warnt vor Leptospiren. Eine Infektion mit diesen Bakterien werde leicht übersehen. Foto: Irmeli Thienes

Die Bakterien können Erkrankungen bis hin zu tödlichem Organversagen verursachen. Schnell zu therapieren sei entscheidend, sagt Martina Varrentrapp, Infektiologin an der Brettener Rechbergklinik, im Gespräch mit BNN-Redakteurin Irmeli Thienes. Varrentrapp berichtet von Beispielen, unter ihnen eine junge Reiterin, die sich im Brettener Raum infizierte.

Warum sind Leptospiren gefährlich?
Martina Varrentrapp

Die Leptospirose ist eine Zoonose. Das heißt, sie kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Die Beschwerden reichen von grippeähnlichen Symptomen bis einer schweren Sepsis mit Organversagen und dem Risiko des tödlichen Ausgangs. In meinen beruflichen Werdegang habe ich die Leptospirose in Norddeutschland als Rarität erlebt, jedoch recht regelmäßig in der Pfalz und Baden-Württemberg.Aktuell stellt die Leptospirose aufgrund der Symptome mit Fieber und grippeähnlichen Symptomen hier im Raum auch eine wichtige Differentialdiagnose zu COVID-19 dar.

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