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Chorproben in Zeiten von Corona

Warum Sänger aus Bretten und der Region vor der Chorprobe gurgeln

Die Zukunft vieler Chöre scheint ungewiss. Oft sorgt der hohe Altersdurchschnitt aus Sorge vor Ansteckung für ausbleibende Mitglieder bei der Probe. Nun bringt der Winter mehr Probleme beim Lüften – und zwischen CO2-Ampel und Mundspülung singt es nicht wirklich entspannt.

Hoch und weit: Die alte Schlossgartenhalle in Oberderdingen erweist dem Gesangverein im Ort gute Dienste in Zeiten, das Raumgrößen wegen der Aerosole von Bedeutung sind. Foto: Tom Rebel

Gedächtnistraining beim Lernen der Liedtexte, Entspannung durch tiefes Atmen und soziales Highlight – Luzia Brandauer aus Oberderdingen bringt auf den Punkt, wie umfassend die Bedeutung des Chorgesangs für viele Menschen ist. Sie sagt: „Ich schlafe auch besser nach der Singstunde.“ Die 89-Jährige wird am 10. Dezember 90. Seit 55 Jahren hat sie selten eine Probe versäumt.

Corona veranlasst manche Chöre zum Probenstopp, manche dazu, nach größeren Räumen zu suchen. Und die Pandemie stellt sie vor finanzielle Probleme. So kosten etwa Dirigenten oder Chorleiter Geld. Wolfgang Treffinger, Vorsitzender des Gesangvereins (GV) Freundschaft und Harmonie Oberderdingen, fürchtet: „Wenn es so weitergeht, ist unser Vermögen spätestens Ende 2021 verbraucht. Ob wir dann die Beiträge massiv erhöhen müssen, eventuell vorübergehend, müssen wir sehen.“

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