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Angebot des Musikvereins

Wie in Brettten-Bauerbach die ganz Kleinen den Spaß an der Musik entdecken

Der Musikverein Harmonie Bauerbach bietet nun wieder musikalische Früherziehung für Kinder an. Die Eltern im Brettener Ortsteil sind begeistert.

Kleinkinder und eine Erwachsene tanzen
Mit den Kleinen tanzt Susanne Böttcher den Körperteile-Blues. Dabei lernt man, dass Musik auch durch den Magen geht. Foto: Monika Eisele

Wenn Susanne Böttcher ihr Handy anschaltet und der Körperteile-Blues erklingt, geraten die Beine, Hüften und Arme der Zwei- bis Vierjährigen fast automatisch in Bewegung und beim Refrain singen alle kräftig mit. Der Text dazwischen ist den Kindern noch nicht so geläufig, aber auf die richtigen Körperteile deuten, das können alle schon ganz prima.

„Toll, was sie so nebenbei alles lernen“, sagt Sina Tagscherer, Jugendleiterin beim Musikverein Harmonie und mitverantwortlich für das kindliche Spektakel, das jeden Montag im Keller des Bauerbacher Kindergartens veranstaltet wird.

Leider können wir nicht alle Kinder aufnehmen.
Susanne Böttcher
Jugendleiterin Musikverein Harmonie

„Seit Januar gibt es wieder zwei Kurse zur musikalischen Früherziehung bei uns. Zuerst kommen die Großen, die sind zwischen vier und sechs Jahren. Danach die Kleinen. Insgesamt nehmen 17 Kinder teil“, erzählt sie.

Eine Warteliste hat sie auch. „Leider können wir nicht alle Kinder aufnehmen, sonst werden die Kurse zu groß.“ Es sei schwierig gewesen, jemanden für die Kursleitung zu finden. „Viele, die wir gefragt haben, hätten nur abends gekonnt. Aber das geht ja für Kinder nicht“, sagt Tagscherer.

Susanne Böttcher bietet nach familiärer Pause wieder Kurse an

Durch einen nachbarlichen Zufall kam der Kontakt zu Susanne Böttcher zustande, die vor einigen Jahren schon Kurse gegeben hat. „Das fing an, als ich nach einem entsprechenden Angebot für meinen damals noch kleinen Sohn gesucht habe“, berichtet Böttcher.

Da sie nicht Passendes fand – „Ich hatte meine eigenen Vorstellungen und die Angebote waren alle so konservativ“ – machte sie sich schlau und stellte selbst einen Kurs zusammen. Später kamen dann Weiterbildungen dazu. Zwischenzeitlich hat sie aus familiären Gründen pausiert, bis Sina Tagscherer kam und sie ansprach.

„Es macht mir sehr viel Spaß und man kriegt von den Kindern so viel zurück“, sagt Böttcher und strahlt. In einer großen Tasche hat sie allerhand Utensilien dabei. Verschiedene Stapel mit bunten Bildern, die sie zu den Liedern zeigt. Manchmal sollen die Kinder erzählen, was sie auf den Bildern sehen.

Dann gibt es da noch verschiedene Schachteln – manche mit Rascheleiern, andere mit Süßigkeiten. In einer Schachtel sind Salzstangen, die sollen die Kinder ohne Hilfe der Hände essen. Das trainiert die Mundmuskulatur und Spaß macht es auch noch.

Mit aufgesteckten Augen werden Kinderarme zu Schlangen

In einer anderen Schachtel sind farbige Kugeln mit aufgemalten Augen und Gummis dran, zum an die Finger stecken. So werden aus kleinen Händen kleine Schlangenköpfe und die Arme zum Schlangenkörper, die zur Musik tanzen, sich nach oben und unten winden oder genüsslich räkeln.

Nimmt man beide Hände, können die beiden Schlangen miteinander tanzen, sich auch mal streiten und anzischen, dann wieder kuscheln und sich aneinander schmiegen. Das ist ganz schön schwierig, aber alle bringen das Lied unverknotet zum Abschluss.

Fingerspiele, ein Tanz mit bunten Bändern und zum Abschluss ein Tanz mit Seifenblasen – in der Dreiviertelstunde werden alle Sinne der Kinder angesprochen, dazu gibt es viel Bewegung und kleine Pausen zwischendrin. „Es gibt Kinder, die mögen es wild, andere sind eher ruhig.

Aber alle können sich im Musikunterricht später in der Schule besser konzentrieren“, berichtet Böttcher. Sie nimmt sich Zeit, geht auf die Kinder ein, passt Lieder den Jahreszeiten und besonderen Festen an. Deshalb singen jetzt alle zusammen das Lied von Stups, dem kleinen Osterhasen.

Bauerbacher Eltern zeigen sich begeistert vom Angebot

„Es sind schon Eltern gekommen und haben erzählt, dass sie Zuhause nur noch Susi, Susi hören, Mit jedem Mal werden die Kinder zutraulicher“, erzählt Böttcher. Die Mutter der zweijährigen Helena bleibt an diesem Montag mit im Proberaum, weil es manchmal eben nicht ohne geht. „Die Oma hatte vorgeschlagen, mit Helena in die musikalische Früherziehung zu gehen. Wir haben es erst in Bretten versucht und bekamen eine Absage“, erzählt Jessica Teuber.

Danach hätten sie es in Oberderdingen versucht, aber dort sei der Kurs so oft ausgefallen. „Dann kam die Post von Sina, dass es in Bauerbach einen Kurs geben soll, und das hat genau gepasst“, freut sich Teuber.

Die dreijährige Ida singe gerne, deshalb habe sie gedacht, das sei was für sie, erzählt ihre Mutter Christina Schmitt. „Es ist toll, dass es so ein Angebot im Ort gibt“, sagt Schmitt. In Bauerbach wird sonst für die Kleinen nur noch Kinderturnen angeboten.

Noch bis zu den Sommerferien gehen die beiden Kurse. Danach beginnt für manche der Großen die Schule und aus den jetzt Kleinen werden dann große Teilnehmerinnen und Teilnehmer. „Dann gibt es auch wieder Platz für neue Kinder“, sagt Tagscherer.

Musikverein Bauerbach bietet Anschlusskurse an

Ab September geht es dann, angelehnt an das Kindergartenjahr, weiter. Für Schulkinder gibt es beim Musikverein dann Flötenkurse, Juniorgruppen oder das Jugendorchester.

Informationen und Anmeldungen zur musikalischen Früherziehung sind beim Musikverein Bauerbach per E-Mail an jugendleitung@mv-bauerbach.de möglich.

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