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Streusalzsituation in Bretten 

Bretten bereitet sich auf Glätte und Schnee vor

Die ersten Schneeflocken fallen. Wenn die Temperaturen weiter sinken, hüllt sich Bretten bald in weißen Glanz. Aber wer kümmert sich um den liegengebliebenen Schnee?

Im Brettener Baubetriebshof lagern derzeit 110 Tonnen Streusalz.
Im Brettener Baubetriebshof lagern derzeit 110 Tonnen Streusalz. Foto: Ella Heil

Streusalz und Schneeschippen: Bürger und Stadt sorgen dafür, dass öffentliche Fläche auch im Winter gefahrlos genutzt werden kann. Doch dabei sind einige Punkte zu beachten. Die Streupflichtsatzung der Stadt Bretten verpflichtet Straßenanlieger zum Schneeräumen und Streuen. Straßenanlieger sind Bewohner von Grundstücken an einer Straße oder mit Zufahrt zu einer Straße.

Und wofür tragen sie Verantwortung? Sie sind gesetzlich dazu verpflichtet, Geh- und Radwege von Schnee zu räumen und bei Glätte mit Auftausalz zu bestreuen. Allerdings gibt es in verkehrsberuhigten Bereichen wie Spielstraßen keine erhöhten Fußwege. Die Anlieger müssen dann einen Streifen am Rand der Fahrbahn freihalten, damit Passanten die Straße gefahrlos betreten können.

Dabei gilt, dass Anlieger immer mindestens einen Meter breit räumen müssen. Die Straßenanlieger sollen also so räumen, dass die öffentlichen Flächen durchgehend benutzt werden können. Bei Eisglätte müssen Straßenanlieger die Fußwege so bestreuen, dass Passanten diese gefahrlos nutzen können.

Die Straßenanlieger dürfen nur ein abstumpfendes Material streuen. Dieses sorgt für mehr Haft auf den Straßen und kann entweder Sand oder Splitt sein. Streusalz soll nur im Notfall verwendet werden. Nämlich dann, wenn die Glätte nicht auf andere Weise beseitigt werden kann. Sobald der Schnee taut, sind die Straßenrinnen freizumachen, sodass das Wasser gut abfließen kann.

Wer streut die Straßen?

Nicht nur die Bürger müssen streuen, auch die Stadt Bretten kümmert sich. Spezielle Streusalzfahrzeuge des Baubetriebshofs sorgen dafür, dass die Straßen auch im Winter befahrbar bleiben. Doch wie viel Streusalz wird dafür benötigt? „Die Menge an Streusalz ist stark vom Wetter abhängig“, sagt Baubetriebshofleiter Stefan Lipps und erklärt: „Bei starkem Schnellfall brauchen wir auch mehr Salz.“

Die Menge variiert in der Regel zwischen 15 und 30 Gramm pro Quadratmeter. Insgesamt 110 Tonnen Streusalz lagern im Baubetriebshof in Bretten. „Je nach Bedarf kann mehr eingefordert werden“, sagt Lipps. Dazu sind aktuell 30.000 Liter Sole vorrätig. Sole wird benötigt, damit das Salz auf dem Schnee haften bleibt und nicht durch andere Fahrzeuge weggetragen wird. Das Streusalz wird noch im Streugerät mit der Salzlösung befeuchtet.

Für das Grundwasser besteht keine Gefahr

Ist das Streusalz schädlich für Pflanzen, die am Straßenrand wachsen? „Die Fahrzeuge sind an die Straßenbreite angepasst, zielen also nicht auf Bepflanzung“, erklärt Lipps. Auch für das Grundwasser bestehe keine Gefahr. „Wenn der Schnee taut, kann das Wasser problemlos in die Kanalisation fließen“, sagt Lipps. Sieben Maschinen sind für die Kernstadt Bretten zuständig. Andere Ortsteile werden von Fremdunternehmen versorgt.

Service

Die Räum- und Streupflicht gilt werktags von 7 bis 20 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen zwischen 9 und 20 Uhr.

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