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ICE wird 30 Jahre

Diese Strecke hat der „ICE Bruchsal“ bisher zurückgelegt

35 Mal zum Mond – so weit ist „ICE „Bruchsal“ bereits gefahren. Der Zug fährt nicht nur in Deutschland, sondern entdeckt Europa.

Der „ICE Bruchsal“ macht auf den Schienen Werbung für die Barockstadt. Foto: Rick Zornow/Deutsche Bahn

Am 2. Juni wurde der Intercity-Express (ICE) 30 Jahre alt. Seit 1991 fährt der Hochgeschwindigkeitszug im Regelbetrieb auf den Schienen der Deutschen Bahn, aber auch in Europa.

Er gehört heute für viele Urlauber und Pendler zum staufreien Alltag dazu und ist zudem Arbeitsort für viele Mitarbeiter. Denn im Jahr 2020 arbeiteten allein 18.800 bei der Deutschen Bahn im Fernverkehr.

„Doppelt so schnell wie das Auto, halb so schnell wie das Flugzeug“ lautete damals das Motto zum Start. Heute steht der ICE nicht mehr nur für schnelle Reisezeiten und hohen Reisekomfort, sondern auch für klimafreundliche Mobilität. Denn der Fernverkehr der Deutschen Bahn setzt mittlerweile zu 100 Prozent auf Ökostrom.

Durch die schnellen Verbindungen konnten viel kürzere Reisezeiten erreicht werden. Ein ICE-Halt ist für viele Städte ein wichtiger Faktor. Man denke nur an Stationen wie Montabaur oder Wolfsburg und die Firmen 1&1 oder Volkswagen. Heute gibt es rund 500 ICE-Verbindungen, meist im Stunden- oder Zweistundentakt. Und 241 Züge haben einen Namen. So gibt es beispielsweise auch den „ICE Offenburg“ und den „ICE Karlsruhe“.

Strecken bis nach Zürich

Zum Jubiläum hat die Redaktion den „ICE Bruchsal“ näher unter die Lupe genommen. Er bringt die Barockstadt nach Europa und begegnet auf Strecken bis nach Zürich täglich Bahnreisenden verschiedenster Nationen.

Der Zug ist auf dem kompletten Hochgeschwindigkeitsnetz unterwegs. Ein planmäßiger Halt in Bruchsal ist für den ICE nicht vorgesehen, jedoch steuern die Züge Bruchsal regelmäßig an.

Anfang Juni 2021 wurde der ICE 30 Jahre alt. Foto: Rake Hora

Der „ICE Bruchsal“ ist ein ICE 1, gehört damit zur Baureihe 401. Er hat die Triebzugnummer 184 und wurde im November 1992 in Betrieb genommen, fährt seit Juli 2003 unter dem Namen Bruchsal, so eine Sprecherin der Deutschen Bahn.

13,4 Millionen Kilometer auf dem Buckel

Der Zug hat bisher rund 13,4 Millionen Kilometer zurückgelegt, was in etwa 35-mal der durchschnittlichen Strecke von der Erde zum Mond entspricht (384.000 Kilometer).

Seinen Bahnhof beziehungsweise sein Zuhause hat der „ICE Bruchsal“ im Werk Hamburg-Eidelstedt. Für den internationalen Einsatz ist er 2017 – wie alle ICE 1 – mit dem modernsten Zugsicherungssystem European Train Control System (ETCS) ausgerüstet worden.

Damit an technischen Daten und Zahlen nicht genug: Der Zug ist 358 Meter lang und bietet zwölf Wagen mit 703 Sitzplätzen. Zwei Lokomotiven an den Enden erbringen zusammen eine Leistung von 9.600 Kilowatt beziehungsweise 13.056 PS. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 280 Stundenkilometern, das Leergewicht beträgt 782 Tonnen.

Der „ICE Bruchsal“ mit Schriftzug und Wappen. Foto: Rick Zornow/Deutsche Bahn

Im kommenden Jahr erhält der Zug laut einer aktuellen Information der Deutschen Bahn eine Runderneuerung. Er wird für einen Einsatz bis mindestens 2030 fit gemacht. Dabei erhält er zum Beispiel eine neue Lackierung, neue Informationsmonitore innen und erstmals außen neue Sitzpolster und neugestaltete Toiletten.

Der modernisierte „ICE Bruchsal“ wird dann neun Wagen bei einer Länge von 279 Metern haben und 503 Sitzplätze bieten, das Leergewicht liegt dann bei 627 Tonnen. Und auch bei der Strecke wird sich etwas ändern: Der Zug wird künftig auf anderen Strecken zum Einsatz kommen als heute.

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