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Stundenlanger Feuerwehreinsatz

Wohnhaus in Bad Schönborn-Langenbrücken nach Brand unbewohnbar

120 Feuerwehrkräfte waren am Sonntagabend im Einsatz, nachdem in einem Wohnhaus ein Feuer ausgebrochen war. Verletzt wurde niemand.

Stundenlanger Einsatz: Den Flammen ist ein Wohnhaus im Bad Schönborner Ortsteil Langenbrücken am Sonntag zum Opfer gefallen. Foto: ER24/Leonard Buchner Foto: Foto: ER24/Leonard Buchner

120 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Bad Schönborn, Östringen, Kronau und Bruchsal sorgten unter der Leitung des Bad Schönborner Gesamtkommandanten Erik Dammert am Sonntagabend dafür, dass ein Feuer in einem Wohnhaus in Langenbrücken innerhalb von drei Stunden gelöscht wurde. Laut Mitteilungen der Feuerwehr Bad Schönborn, des Feuerwehrverbandes des Landkreises Karlsruhe sowie der Polizei waren beide Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Bad Schönborn um 17.58 Uhr alarmiert worden. „Brand – Menschenleben konkret in Gefahr“ habe es beim Alarm geheißen.

Beim Eintreffen der Wehren in der Dammstraße habe das Hinterhaus „bereits fast vollständig in Vollbrand“ gestanden. Aufgrund der enormen Rauchentwicklung entschied sich die Einsatzleitung frühzeitig, weitere Wehren aus den umliegenden Gemeinden nachzualarmieren.

Polizisten retten Bewohner über den Balkon

Polizeibeamte waren bereits vor der Feuerwehr am Einsatzort eingetroffen und hatten zwei Bewohner über den Balkon gerettet, da „der Fluchtweg nach draußen aufgrund der starken Rauchentwicklung abgeschnitten war.

Obwohl sich das Feuer rasch ausbreitete, gelang es, sowohl das Haupthaus als auch das Nachbargebäude zu schützen, das Übergreifen der Flammen auf den Dachstuhl zu minimieren und den Brand unter anderem über die Drehleiter weitestgehend zu löschen.

Nachdem aus der Isolationsschicht einer Wand zum Nachbarhaus Rauch drang und eine Dehnfuge Feuer gefangen hatte, habe man ein sogenanntes Fog-Nail-System eingesetzt, eine Löschlanze, berichtet die Feuerwehr. Nach zwei Stunden habe man mit einer Drohne der Freiwilligen Feuerwehr Kronau das Wohnhaus aus der Luft überprüft und nach Glutnestern abgesucht. Erst als auch dadurch keine weiteren Glutnester mehr festgestellt werden konnten, habe man einen Teil der Einsatzkräfte abgezogen.

Feuer wohl in Werkstatt ausgebrochen

Nach Polizeiinformationen heißt es, das Feuer sei vermutlich in einer Werkstatt im Erdgeschoss ausgebrochen, dort seien zumindest die ersten Flammen entdeckt worden. Das Haus sei aktuell nicht bewohnbar, der Sachschaden werde auf rund 80.000 Euro geschätzt, weitere Ermittlungen zur Brandursache erfolgten durch das Kriminalkommissariat Bruchsal.

Ebenfalls im Einsatz waren der Rettungsdienst mit 15 Kräften sowie die Polizei mit zehn Kräften. Neben dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Bernd Molitor war auch Bad Schönborns Bürgermeister Klaus Detlev Huge (SPD) vor Ort. Er werde immer von der Leitstelle informiert sobald Privatpersonen betroffen seien, um gegebenenfalls Unterstützung von kommunaler Seite zu leisten, erklärte er auf Anfrage.

Doch in diesem Fall seien die Betroffenen sowohl von den Rettungskräften als auch von der Familie gut versorgt worden. Auch für die Unterbringung der Bewohner sei gesorgt, so Huge.

Von den Anwohnern habe er viel Lob für das schnelle Eintreffen und rasche Handeln der Einsatzkräfte gehört. Gerade für die Feuerwehrleute war dieser Sonntag besonders anstrengend, denn kaum hatten sie gegen 22.15 Uhr ihre Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht, wurden sie schon zum Großbrand nach Bruchsal alarmiert, wie Kommandant Dammert berichtete.

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