Skip to main content

Ärger in Bad Schönborner Ortsteil

LKW blockiert seit zwei Jahren Gehweg in Mingolsheim

Seit mindestens zwei Jahren steht in der Adackerstraße im Bad Schönborner Ortsteil Mingolsheim ein Lastwagen. Die Anwohner wollen, dass er verschwindet. Das ist aber nicht so einfach, wie man vielleicht im ersten Moment denkt.

Seit über zwei Jahren steht in Mingolsheim ein nicht mehr zugelassener LKW im Weg Foto: Petra Steinmann-Plücker

In Mingolsheim, einem Ortsteil von Bad Schönborn, steht ein alter LKW und rostet vor sich hin. Er steht da seit zwei Jahren. Die Aufschrift weist ihn als Fahrzeug der Firma Ehnes, „Kanalsanierung, Kanalinspektion, Kanalreinigung“ mit Sitz in Germersheim aus, Nummernschilder hat es auch, das Kennzeichen ist grün, wie man es zum Beispiel bei landwirtschaftlich genutzten Anhängern findet.

Laut TÜV-Plakette wäre im April 2018 die Hauptuntersuchung fällig gewesen, die Zulassungsplakette ist entfernt worden. An vielen Stellen sind deutliche Rostspuren sichtbar.

Die Adackerstraße führt entlang der Bahnlinie und ist eine Sackgasse. Der Laster parkt unmittelbar im Einmündungsbereich der Uhlandstraße, blockiert die Hälfte des Gehweges und versperrt die Sicht aus dem Garten der direkten Anwohner.

Das alleine sorgt schon für Unmut zum Beispiel bei Walter Schröpfer. Er ärgert sich aber auch, dass sich offenbar keiner so wirklich darum kümmert, damit der Wagen endlich wegkommt. Die Firma Ehnes sei wohl damals Bankrott gegangen und habe den Lkw dort einfach stehen lassen – vor mehr als zwei Jahren.

Der Testanruf der bei der Firmenanschrift auf dem Auto angegebenen Telefonnummer bestätigt: „Rufnummer ungültig“. Auf Nachfrage dieser Zeitung beim Polizeirevier Bad Schönborn hieß es, es liege keine entsprechende Meldung vor.

Dirk Vogel, Ordnungsamtsleiter der Gemeindeverwaltung, erklärte: „Wir sind dran.“ Inzwischen sei es gelungen, den Eigentümer zu ermitteln. Er sei schriftlich mit Fristsetzung aufgefordert worden, das Fahrzeug zu entfernen. Sollte keine Rückmeldung innerhalb der Frist kommen, „wird der LKW von der Gemeinde entsorgt“, so Vogel.

nach oben Zurück zum Seitenanfang