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Fernseh-Auftritt

Bad Schönborner tritt bei RTL-Show „Ninja Warrior Germany“ an

Der Bad Schönborner Christian Meder tritt am Freitagabend in der RTL-Show „Ninja Warrior Germany“ an. Sein Weg zum Ninja beginnt jedoch mit einer Covid-Erkrankung.

Christian Meder aus Bad Schönborn tritt bei „Ninja Warrior Germany - Die stärkste Show Deutschlands“ an Foto: Markus Hertrich/RTL

Christian Meder hat zu Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 noch nicht einmal daran gedacht. Doch nun tritt er am Freitag, 15. Oktober, ab 20.15 Uhr in der sechsten Staffel von „Ninja Warrior Germany – Die stärkste Show Deutschlands“ von RTL auf.

Was während den eineinhalb Jahren geschah, bezeichnet der 30-jährige Bad Schönborner selbst als „Transformation“. Damals ist der Wirtschaftsinformatiker bereits sportlich unterwegs. Er trainiert im Fitnessstudio und mit eigenen Geräten zu Hause, ist Fußball-Schiedsrichter für den TSV Langenbrücken und – infiziert sich mit Covid-19.

Er gehört zu den ersten Corona-Kranken in Bad Schönborn. Die Krankheit verläuft bei ihm mild. Doch in seinem unmittelbaren Umfeld sterben zwei Menschen an Covid-19.

Das Leben ist viel zu kostbar, um es nicht bewusst zu gestalten.
Christian Meder, Teilnehmer bei Ninja Warrior

In der Quarantäne und unter quälenden Kopfschmerzen mitsamt Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn, beschließt Christian Meder etwas in seinem Leben zu ändern. Er möchte mehr für seine Gesundheit tun. Seine Erkenntnis: „Das Leben ist viel zu kostbar, um es nicht bewusst zu gestalten.“

Vom Covid-Erkrankten zum Ninja

Mit einem Startgewicht von 96 Kilogramm bei einer Größe von 174 Zentimetern, besorgt er sich Literatur über Ernährung und Fitness. Außerdem kauft er sich eine Körperfettwaage und erstellt Speise- und Trainingspläne.

Da die Sportstudios coronabedingt geschlossen bleiben, nutzt er seine Ausstattung zu Hause. Er geht joggen und anderen nutzt andere Angebote im Freien in der Umgebung. Im Dezember zeigt die Waage schließlich 16 Kilogramm weniger an. Der Körperfettanteil ist auch dahingeschmolzen.

Weitere Kilogramm purzeln im März dieses Jahres. Seine Silhouette hat sich verändert, die Muskulatur ist deutlicher definiert.

Weil er immer schon ein Fan von „Ninja Warrior“ ist, bewirbt er sich. Acht Wochen vor dem Termin der Aufzeichnung im Juni, die einmal mehr nicht in Karlsruhe, sondern in Köln stattfindet, erfüllt er sich seinen Traum: Christian Meder gehört zu den 40 Teilnehmern der ersten von sieben Vorrunden in der Show. In einem anspruchsvollen Parcours müssen acht teils bekannte, aber auch unbekannte Hindernisse überwunden werden.

Bürgermeister unterstützt bei den Vorbereitungen

Meder beginnt jetzt, 26 Kilo leichter als noch im vergangenen Jahr, sich gezielt auf den Wettbewerb vorzubereiten. In Bürgermeister Klaus Detlev Huge findet er einen Unterstützer, der ihm Kontakte zum Gesundheitszentrum Thermarium und zur Sportgemeinschaft (SG) Bad Schönborn vermittelt.

Weil Meder die früheren Staffeln verfolgt hat, weiß er, dass es bei den Hindernissen primär auf Griffkraft und Balance ankommt.

In der „Ninja World“ Karlsruhe beschäftigt er sich mit spezifischen Hindernissen wie der „Himmelsleiter“. Über den Wettkampf, dessen Folgen bereits komplett abgedreht sind, darf er nichts sagen. Meder ist begeistert von der „Ninja-Familie“, zu der hochkarätige und erfahrene Athleten gehören. Als Quereinsteiger und Neuling sei er hervorragend aufgenommen worden.

Zukunft liegt im Fitnessbereich

Der Sportler beschreibt seine Erfahrung als unvergleichbares Teamgefühl. Es wird mitgefiebert und im Wettbewerb kämpfe man „nicht gegen die anderen, sondern gegen den Parcours.“

Wie auch immer Christian Meder in der ersten Vorrunde abschneidet, er werde beim Ninja-Sport bleiben und den Mount Midoriyama, das letzte Hindernis im Finale, fest im Blick behalten.

In der Zwischenzeit hat er sich auch in der Ninja-Area beim Pugilist in Bruchsal angemeldet. Dort trifft er sich mit anderen Ninja-Sportlern aus der Region und gibt seine Erfahrungen und Wissen weiter. Zurzeit absolviert er in seiner Freizeit eine Ausbildung zum Fitnesstrainer, um andere darin zu unterstützen, dass „mit Willensstärke, Disziplin, Motivation und Begeisterung jeder was verändern kann“.

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