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Lebensraum für Ältere und Treffpunkt für die Südstadt

Bau des Seniorenzentrums in der Bruchsaler Südstadt beginnt

Geschafft: Nach langen Auseinandersetzung beginnt jetzt der Bau eines Seniorenzentrums in der Bruchsaler Südstadt. Es soll nicht nur Heim und Pflege für Ältere bieten, sondern auch zur Stärkung des Quartiers führen. Dabei soll ein Begegnungscafé helfen.

Alter Grundstein für neues Seniorenzentrum: Dekan Lukas Glocker (rechts) hilft einem Bauarbeiter im Beisein von Bernhard Firnkes vom Caritasrat den Grundstein an den Kranhaken zu befestigen. Foto: Nicole Jannarelli

Mit der Grundsteinlegung am Dienstag haben die Arbeiten am Seniorenzentrum in der Bruchsaler Südstadt offiziell begonnen. Neben der Kirche St. Anton und auf dem Platz des ehemaligen Antoniushauses wird ein Heim entstehen, das seine Schwerpunkte in der stationären Pflege, der Tagespflege und der Betreuung von psychisch kranken Menschen haben wird. Damit wird der Caritasverband Bruchsal erstmals mit einer eigenen Einrichtung in der Stadt vertreten sein.

„Das Haus soll Begegnungen mit Menschen quer durch den Stadtteil ermöglichen.“
Cornelia Petzold-Schick, Bruchsals Oberbürgermeisterin

Doch nicht nur für die Caritas hat der Bau Symbolcharakter. Er soll einen nicht minder hohen Stellenwert für die Südstadt und seine Bewohner erlangen, wie die Vertreter von Caritas, Kirche und Stadtverwaltung allesamt betonten. Das soll mit städtischer Quartiersarbeit gelingen, aber auch mit einem Begegnungscafé im Erdgeschoss des Seniorenzentrums St. Anton. „Das Haus soll Begegnungen mit Menschen quer durch den Stadtteil ermöglichen“, sagte Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick.

Kulturell und sozial solle das Haus mit seinem Treffpunkt bei den Menschen verankert werden und auch für die Vereine und Kirchen vor Ort nutzbar sein. „Das Wir-Gefühl soll sich weiterentwickeln“, so die Oberbürgermeisterin. Die Quartiersarbeit sei wichtig für „die strategische Ausrichtung des größten Bruchsaler Stadtteils“. Andreas Häuslpelz vom Caritas-Vorstand ergänzte im Gespräch mit den BNN: „Das Haus mit seinem Café soll ein Ankerpunkt werden und für ein belebtes Quartier stehen.“

Schwieriger Weg bis zur Grundsteinlegung

Dass der Weg bis zur Grundsteinlegung kein einfacher war, machten alle Redner deutlich. Angefangen bei der Suche nach einem geeigneten Grundstück oder auch die Auswahl eines Entwurfs für das Seniorenzentrum – immer wieder knirschte es zwischen den Beteiligten. Letztendlich lobten nun alle das Ergebnis dieses langwierigen Prozesses.

Kraft, Kreativität und Ausdauer seien notwendig gewesen, sagte etwa Bernhard Firnkes, Vorsitzender des Caritasrates. Pfarrer Benedikt Ritzler sprach von einem Weg voller Höhen und Tiefen und bedankte sich bei Erika Gerken, die sich ehrenamtlich für das Projekt in der Südstadt engagierte.

Alter Grundstein des Antoniushauses wird verbaut

Der Grundstein, der von Dekan Lukas Glocker gesegnet wurde und anschließend am Baukran hängend langsam in die Baugrube schwebte, stammt vom ehemaligen Antoniushaus. Daher trägt er 1979 als Jahreszahl und erinnert an den Bau des ehemaligen Gemeindehauses, das im Zuge der Neuordnung der Liegenschaften in der katholischen Seelsorgeeinheit St. Vinzenz aufgegeben werden musste.

War beim alten Antoniushaus keine wirtschaftliche Nutzung mehr möglich, so ist der Bedarf an Seniorenbetreuung umso größer, wie Bernhard Firnkes von der Caritas betonte: „Der demografische Wandel schreitet voran. Es wird nicht lange dauern, bis die Plätze in unserer Einrichtung voll sind.“

Weil es sich um einen besonderen Grundstein handelte, verzichtete Matthias Ryzlewicz von Weisenburger Bau auf die drei üblichen Hammerschläge, die verbunden sind mit guten Wünschen: „Der erste Schlag ist für den Bauherrn, der zweite für die Bewohner und der dritte für die Arbeiter und eine unfallfreie Bauphase.“ Der alte Grundstein wird gemeinsam mit einer Zeitkapsel jetzt Teil des neuen Seniorenzentrums werden.

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