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Neubau nach Schimmelbefall

Baustopp bei Kita in Forst – Kinder sind seit 2018 in Containern untergebracht

Wann kann im Kindergarten St. Franziskus in Forst das alltägliche Leben wieder seinen gewohnten und gewünschten Gang gehen? Diese Frage stellen sich seit längerer Zeit sämtliche Verantwortliche der Kinderbetreuungsstätte in der Lußhardt-Gemeinde.

Stopp auf der Kindergarten-Baustelle in Forst: Kita-Leiterin Ulrike Weps hofft, dass nach notwendigen Stabilitätsprüfungen des Altbestandes demnächst die Arbeiten am Neubau fortgesetzt werden können. Foto: Nees
Von unserer Mitarbeiterin Natalie Nees

Schließlich ist es nun zwei Jahre her, dass im Januar 2018 im St. Franziskus Schimmel entdeckt und nach der Diagnose dieses offiziellen Wasserschadens Teilabriss und Neuaufbau beschlossen und zum Teil auch schon umgesetzt wurde.

Nach einem Baustopp im November 2019 und nach notwendigen Stabilitätsprüfungen des Altbestandes hoffen nun alle Betroffenen, dass der anvisierte Termine Ende Januar 2020 nun steht und dann der Neubau fortgesetzt werden kann, berichtet Kindergartenleiterin Ulrike Weps.

Wasserschaden hat große Auswirkungen

Sie blickt zurück auf die Chronologie des Wasserschadens mit seinen immensen Folgen. Demnach wurden im April 2018 Kindergartengruppen ins Pfarrzentrum ausgelagert. Im November des gleichen Jahres kamen Büro und ein Teil der Kinder in den aufgestellten Containern unter, und wenige Wochen danach zur Jahreswende war die Entscheidung für Abriss und Teilneubau des betroffenen Gebäudes gefallen.

Träger und Bauherr der Einrichtung ist die katholische Kirche, erläutert Bernd Killinger. Der Bürgermeister von Forst betont in seiner Neujahrsansprache, „dass die Leitungen der Forster Kindergärten über sich hinaus wachsen und bestmögliche Arbeit leisten“. Davon können das Kindergarten-Team und die betroffenen Eltern und Kinder ein Lied singen.

Unter schwierigen Bedingungen erfolgt in Containern die Kinderbetreuung. Es stehen derzeit keine zusätzlichen Räume zur Verfügung. Foto: Nees

Einzug in neue Räume noch in diesem Jahr?

Alle hoffen nun, dass die ausführende Baufirma die Bedingungen der Baurechts-Behörden erfüllt hat und der Baufreigabe sowie einem Einzug in die neuen Räume noch in diesem Jahr nichts mehr im Wege steht. „Die jetzige Situation ist ein Provisorium und alle Zuständigen sind vollauf dabei, den Baufortschritt auf den Weg zu bringen“, sagt dazu der katholische Pfarrer Christian Erath.

Der Wasserschaden mit seinen Folgen bedeute einen immensen Mehraufwand zu den ohnehin steigenden Verwaltungsaufgaben, erläutert Ulrike Weps. Die Dienstplangestaltung sei aufgrund der Gruppenunterbringung auf insgesamt drei Gebäude äußerst schwierig und generell erfordere die Situation vielerlei zeitaufwendige Mehrarbeit, unter anderem bei der Anzahl der Sitzungen, bei Dokumentationen, bei Elterninfos und in sicherheitsrelevanten Aufgaben.

Große Herausforderung für Erzieher

Mit mehr als zwei Dutzend Kindern in einem Containerraum ohne Zusatzräume oder bespielbarem Flur sei kein gruppenübergreifendes Angebot möglich, gibt die Kindergartenleiterin Einblick in den momentan sehr schwierigen Alltag im St. Franziskus. „Die Erzieherinnen und die Leitung sind extrem bemüht und machen wirklich das Allerbeste aus dieser Situation. Den Kindern mangelt es theoretisch an nichts“, sagt Simone Brecht vom Elternbeirat.

Die Verteilung der Kinder, die Container-Situation, die Unterbringung von Ganztages-Kindern im Obergeschoss des bestehenden Kindergartengebäudes mit im Sommer „unerträglichen Temperaturen“ und die ganze Baustellensituation, nun schon seit zwei Jahren, sei freilich „keine schöne Sache“ und die Gemüter dementsprechend beunruhigt.

Der Elternbeirat denkt jetzt schon an den Neubau und den Wiedereinzug der Kinder. „Dann wird vieles neu benötigt“, wissen Simone Brecht und ihre Mitstreiter. Dafür soll Geld bei einem Flohmarkt in der Waldseehalle am 8. Februar zusammenkommen.

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