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Es tut sich was

Bruchsaler Gastro-Szene: Sanierung des „Bären“ und Baubeginn für „L’Osteria“

Mehr Pizza, mehr Sushi: In der Bruchsaler Gastro-Szene tut sich was. Auch langersehnte Anbieter wollen jetzt endlich in der Stadt Fuß fassen. Nur beim „Gasthaus zum Bären“ wird es mit einer Wiedereröffnung noch einige Zeit dauern.

Gasthof Bären Bruchsal
Viel zu tun: Bei einer ersten Begutachtung im Bruchsaler „Bären“ wurden „erhebliche Defizite in der Bausubstanz, des Brandschutzes und der technischen Infrastruktur“ entdeckt. Die sollen erst behoben werden, bevor ein neuer Pächter gesucht wird. Foto: Martin Heintzen

Die Zeichen stehen auf Veränderung. So lässt sich jedenfalls das Schild deuten über dem ehemaligen Restaurant Erbprinz, das Jahrzehnte in Bruchsal auch als „Da Gianni“ bekannt war. „Un po’ diverso“ heißt es da auf Italienisch, übersetzt: ein bisschen anders.

Seit April 2022 hat der Traditions-Italiener geschlossen. „Da Gianni“ ist inzwischen in Östringen beheimatet. Der Besitzer des Restaurants bestätigt: Es gibt einen neuen Pächter.

„Aber der ist noch nicht soweit, was die Umbauarbeiten angeht“, sagt Manfred Wittemann den BNN. So lange wolle man sich noch bedeckt halten. „Ich kann bestätigen, dass es dort wieder ein Speiselokal geben wird“, so Wittemann.

Neuer Pächter des ehemaligen Da Gianni in Bruchsal hält sich bedeckt

Nur kryptische Hinweise gibt das Schild über dem Lokal, wer dieses künftig betreiben will. „Da M&G“ steht da, also „Von M und G“. Wer hinter den Initialen steckt, ist noch nicht offiziell bekannt geworden. Es lässt sich aber vermuten, dass wieder italienische Küche serviert wird.

Für Freunde der gehobeneren Küche war die Schließung des Edel-Italieners im vergangenen Frühjahr ein herber Schlag.

ehemaliger Da Gianni, Bruchsal
Verrät nicht viel: Ein Schild hängt schon am ehemaligen „Da Gianni“. Wer genau hinter dem Restaurant steckt und wann es eröffnet, ist noch nicht offiziell bekannt. Foto: Thomas Liebscher

Als dann im Herbst öffentlich wurde, dass das „Gasthaus zum Bären“ schließt, war die Bruchsaler Gastro-Szene endgültig in Aufruhr. Denn damit gibt es in der Stadt eine Adresse für gutbürgerliche Küche auf gehobenem Niveau weniger.

Dass das Gasthaus mit einem neuen Pächter wieder öffnen soll, hatte die zuständige Verwaltung vom Landesbetrieb Schlösser und Gärten schnell verkündet. Doch bis es soweit ist, wird noch einige Zeit vergehen. Das Karlsruher Amt für Vermögen und Bau, das für Bausachen bei landeseigenen Betrieben zuständig ist, teilt mit: „Erste Begutachtungen des Baudenkmals zeigten erhebliche Defizite in der Bausubstanz, des Brandschutzes und der technischen Infrastruktur.“ Daraufhin seien vertiefende Untersuchungen „umgehend beauftragt“ worden.

Das Land sorgt dafür, das Gasthaus zum Bären zukunftsfähig zu machen.
Ursula Orth, Amtsleiterin Vermögen und Bau Karlsruhe

Das Karlsruher Amt ermittle gerade den Bedarf für die Baumaßnahmen, einschließlich einer energetischen Ertüchtigung. Mit ersten Ergebnissen rechne man im Frühjahr. „Das Land sorgt so dafür, das Gasthaus zum Bären zukunftsfähig zu machen und eine regionale und qualitätsvolle Gastronomie mit langfristigem Bestand am Schloss Bruchsal sicherzustellen“, schreibt Amtsleiterin Ursula Orth. Noch im März möchte man der Öffentlichkeit das Vorhaben und den Zeitplan vorstellen.

Schloss-Café Bruchsal
Gute Bewerberlage: Im Moment läuft das Auswahlverfahren für das Bruchsaler Schloss-Café. Foto: Nicole Jannarelli

Für ein weiteres gastronomisches Angebot auf dem Schloss-Areal wird es dagegen früher mit einem neuen Anbieter weitergehen. Bis Anfang März wollen die Verantwortlichen eine Entscheidung treffen, wer künftig das Schlosscafé führen wird. Auf das Online-Inserat hätten sich mehr als eine Handvoll Interessenten gemeldet, auch aus der Region, berichtet Bruchsals Schlossverwalterin Christina Ebel.

Einschlägige Erfahrung ist uns sehr wichtig.
Christina Ebel, Bruchsaler Schlossverwalterin

Nun treffe man eine engere Auswahl und plane Besichtigungstermine. „Einschlägige Erfahrung ist uns sehr wichtig“, so Ebel. 60 Plätze bietet der Innenraum. Draußen können weitere 50 Gäste sitzen. Aktuell laufen Umbauten in der Küche, aber auch der neue Pächter werde nochmals investieren müssen.

„Pizza Hut“ und „L’Osteria“ lassen in Bruchsal auf sich warten

Dass der Neuanfang gelingen kann, hat Evangelos Spyridon mit dem Neo am Europaplatz bewiesen. Das modern-griechische Konzept hat die Bruchsaler überzeugt. Nach langer Durststrecke ist der Euro wieder zum Treffpunkt geworden. Spyridon plant zwischenzeitlich eine weitere Filiale beim Rastatter Kino Forum.

Gebaut werden soll ab April im Bruchsaler Gewerbegebiet Wendelrot nahe der Autobahn. Dort wird schon lange für die vor allem bei jungen Erwachsenen beliebte Gastro-Kette „L’Osteria“ geworben. Nur die Bagger sind bislang nicht angerückt.

Bauplatz L’Osteria
Baubeginn im April: Hier, in der Bruchsaler Kammerforststraße, kurz vor der Unterführung der A5, baut die Kette L’Osteria ein neues Restaurant mit 200 Innen- und 200 Außenplätzen. Foto: Christina Zäpfel

„Wir wollen im April anfangen zu bauen“, sagt Geschäftsführer Carsten Götze, der bereits in Karlsruhe eine Filiale betreibt. Für November ist die Eröffnung geplant. Wann es für die Systemgastronomen Pizza Hut in der Styrumstraße losgehen soll, ist dagegen immer noch nicht endgültig klar.

Neueröffnung Graf Kuno, Fatma San ist die neue Betreiberin.
Start in der Weihnachtszeit: Fatma San ist Chefin im „Graf Kuno“. Foto: Martin Heintzen

Mehr Pizza für Bruchsal, aber auch mehr Sushi – kürzlich hat mit „Sushi Lovers“ der vierte Anbieter der rohen Fischröllchen eröffnet. Wiedereröffnung feierte im Dezember unterdessen der „Graf Kuno“. Das Traditionsgasthaus hat Fatma San übernommen und bietet seither dort deutsche und türkische Küche an.

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