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Neues Bruchsaler „Stadtportal“ lenkt Blick auf Klinik

Bruchsaler Gemeinderat segnet Pläne für neues Ärztehaus ab

Grünes Licht gibt es für ein neues Ärztehaus bei der Fürst-Stirum-Klinik. Bedarf sieht die Stadt vor allem bei Kinderärzten und Psychologen.

Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick warb bei der Belegung um zusätzliche Kinderärzte und Psychologen. Foto: Foto Fabry info@foto-fabry.de

Als insgesamt „gelungene städtebauliche Lösung“am Nordeingang von Bruchsal werteten die Gemeinderäte am Dienstagabend den neuen Entwurf des Investors Südbau für ein Ärztehaus an der Heidelberger Straße (die BNN berichteten). Einstimmig wurde der neue vorhabenbezogene Bebauungsplan abgesegnet.

Stadtplaner Hartmut Ayrle hatte zuvor an eine der letzten Kriegslücken erinnert, die nun überbaut werden soll. Mit einem weiteren Ärztehaus auf der anderen Seite würde an der Gutleutstraße ein „Portal“ entstehen, das den Blick auf den Turm des historischen Klinikgebäudes lenke.

Auf dem Gelände der früheren Tankstelle soll ein Ärztehaus mit bis zu 20 Facharztpraxen, Physiotherapie, Optiker, Sanitätshaus und Apotheke auf 3.800 Quadratmeter Nutzfläche kommen. Größten Raum wird in dem neuen Ärztehaus eine radiologische Praxis einnehmen.

Größe und Gewicht des Strahlenbunkers haben zur jetzigen Form mit zwei Gebäudeteilen und einem größeren Platzumfang geführt. Inhaltlich sei die Radiologie mit der Klinikholding abgestimmt, so Ayrle. Die Fachpraxis erspare der Klinik ein entsprechendes Angebot.

Architekten sind auch irgendwo Ärzte.
Jürgen Wacker, FDP-Fraktion

Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick warb bei der Belegung um zusätzliche Kinderärzte und Psychologen. Roland Foos, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, erinnerte an Hausärzte, die mittlerweile vor allem in den Stadtteilen fehlen.

Mögliche Auswirkung auf die medizinische Versorgung in der Innenstadt nehmen die Freien Wähler wegen der langfristigen Wirkung für Bruchsal in Kauf. Hartmut Schönherr, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen/Neuen Köpfe, sieht diese Gefahr wegen der räumlichen Entfernung und dem steigenden Bedarf nicht.

Alexandra Nohl von der SPD lobte die Synergien mit der Klinik und die moderne Gestaltung. Lob kam auch von Jens Skibbe (CDU) für den „Portalcharakter“ des Entwurfs. Die „optisch ansprechende Gestaltung“ des Gebäudes und ihre positive Wirkung auf die Patienten hob Jürgen Wacker, Fraktionsvorsitzender der FDP, hervor: „Architekten sind auch irgendwo Ärzte.“ Gabriele von Massow, Fraktionsvorsitzende der AfD/UBiB, freute sich, dass das Ärztehaus in Zukunft die großen Abluftrohre der Klinik verdeckt.

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