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Riesenfeuer gelöscht

Beim Riesenfeuer im Berliner Grunewald wird der Bruchsaler Wasserwerfer zum Löschfahrzeug

Hier war alles gefragt, was Wasser laden kann: Beim verheerenden Brand im Grunewald von Berlin. Auch der Bruchsaler Wasserwerfer der Bereitschaftspolizei fuhr in die Hauptstadt.

Bruchsaler Wasserwerfer in Berlin: Die Bereitschaftspolizei schickte zur Unterstützung bei Löscharbeiten einen Wasserwerfer. Der kann 10.000 Liter Wasser tanken.
Bruchsaler Wasserwerfer in Berlin: Die Bereitschaftspolizei schickte zur Unterstützung bei Löscharbeiten einen Wasserwerfer in die Hauptstadt. Der kann 10.000 Liter Wasser tanken. Foto: Bereitschaftspolizei Bruchsal

Es war fast so etwas wie ein Jahrhundertfeuer: Riesig, gefährlich, verheerend. Als sich auf einem Sprenggelände der Polizei im Berliner Grunewald die Flammen immer weiter ausbreiteten, wurde alles an Rettungskräften angefordert, was zu bekommen war.

Auch ein baden-württembergischer Wasserwerfer der Bruchsaler Bereitschaftspolizei ist nach Berlin gefahren. Die Berliner Feuerwehr sprach laut Medienberichten vom „gefährlichsten Einsatz seit dem Krieg“. Und mitten drin die Besatzung des Wasserwerfers aus Bruchsal.

Am Mittwoch ging es für die Bruchsaler gen Hauptstadt. Zum Wochenende werden sie zurückerwartet. Das Feuer ist nach gut einer Woche mittlerweile gelöscht. Nun sucht die Kriminalpolizei nach der Ursache.

In Bruchsal sind alle Wasserwerfer für Baden-Württemberg stationiert

Bei der Bereitschaftspolizei in Bruchsal sind alle drei Wasserwerfer für ganz Baden-Württemberg stationiert. Sie kommen normalerweise bei Großlagen zum Einsatz, etwa Demonstrationen. Zusammen mit zehn weiteren Wasserwerfern aus ganz Deutschland half man aber nun mit, das Feuer bei Berlin einzudämmen.

„Aufgrund der guten Geländetauglichkeit des Fahrzeugs mit seinem Allradantrieb und den sogenannten Sperrdifferentialen, ist ein Vorankommen im Gelände nahezu immer möglich“, erklärt Michael Wernthaler. Er ist der Leiter der Führungsgruppe bei der Bepo.

Blick aus dem Fenster eines Wasserwerfers: Normalerweise sind die Geräte bei Großdemos in Baden-Württemberg im Einsatz. Nun unterstützten die Bruchsaler damit die Feuerwehr in Berlin.
Blick aus dem Fenster eines Wasserwerfers: Normalerweise sind die Geräte bei Großdemos in Baden-Württemberg im Einsatz. Nun unterstützten die Bruchsaler damit die Feuerwehr in Berlin. Foto: Bereitschaftspolizei Bruchsal

Es galt in Berlin insbesondere, Glutnester und immer wieder aufflammende Brandherde zu löschen und den überhitzten Waldboden mit Temperaturen über 300 Grad abzukühlen. Das sollte einer Neuentzündung entgegenwirken.

Jeder Wasserwerfer hat einen Tank von 10.000 Litern Wasser. Das ist mehr als ein großes Löschfahrzeug der Feuerwehr bietet. „Unsere Besatzung gab während des Einsatzes fast 100.000 Liter Wasser auf diverse Brandnester im Wald ab“, zieht Wernthaler gegenüber bnn.de Bilanz.

Zwei Wasserwerfer derzeit immer voll betankt mit Wasser

Schon einmal wurde ein Wasserwerfer der Bruchsaler Bepo umfunktioniert zum Löschfahrzeug. Vor einigen Jahren bei einem Großbrand in Forst. Auch am Donnerstag war man kurz davor, den Kollegen der Feuerwehr in Karlsdorf-Neuthard zu helfen, als sich ein Flächenbrand gefährlich nah Richtung Wohngebiet fraß.

Dann kam aber die Entwarnung. „Wir haben zur Zeit eigentlich immer mindestens zwei Wasserwerfer voll gefüllt dastehen“, erklärt Wernthaler. Das ist eine Reaktion auf die vielen Flächenbrände im Landkreis.

Dass die Polizei der Feuerwehr Schützenhilfe leistet, ist nicht mehr ungewöhnlich. Erst vor einem Jahr haben Hubschrauber-Piloten der Polizei auf dem Gelände der Bruchsaler Bepo geübt, wie sie mit ihrem Hubschrauber die Feuerwehr bei Waldbränden unterstützen können.

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