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Skiort Ischgl in der Kritik

Coronavirus überstanden: Gärtner Marcus Beyerle aus Ubstadt gilt als geheilt

Der Corona-positiv-getestete Gärtner Marcus Beyerle gilt ab sofort als geheilt. Der Ubstadter hatte sich beim Skiurlaub in Ischgl in Tirol angesteckt. Nun liegen zwei Wochen mit Fieber und Husten hinter ihm. Wie er sich heute fühlt.

Marcus Beyerle aus Ubstadt-Weiher: Er kam mit dem Corona-Virus im Gepäck aus dem Skiurlaub in Ischgl zurück. Foto: Stephan Gilliar

Er hat es bereits hinter sich: Der Corona-positiv-getestete Gärtnermeister Marcus Beyerle gilt mittlerweile als geheilt. Der Ubstadter hatte sich beim Skiurlaub in Ischgl in Tirol angesteckt. Nun liegen zwei Wochen mit Fieber und Husten hinter ihm.

Heute sagt er: "Seit zwei Tagen bin ich fieberfrei, fühle mich wieder ganz gesund." Einen Negativtest gibt es nicht flächendeckend. Wer nach der Erkrankung zwei bis drei Tage keine Symptome mehr hat, gilt aber als geheilt. Beyerle ist erleichtert, auch seine zwei ebenfalls erkrankten Ski-Kameraden sind auf dem Weg der Besserung.

Ich bleibe übers Wochenende noch separiert.
Marcus Beyerle

"Ich habe schon Gerüchte gehört, dass ich auf der Intensivstation liegen soll", berichtet Beyerle im Gespräch mit bnn.de. Das ist nicht der Fall. Ganz im Gegenteil.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Überblick

Gärtnerei ist nach Corona-Pause schon wieder geöffnet

Beyerle will nun wieder loslegen, seine Gärtnerei ist zwischenzeitlich wieder offen. Nicht zuletzt, weil er dort auch Lebensmittel wie frische Kräuter und Gemüsejungpflanzen sowie Beerenobst-Gehölze verkauft, darf er weitermachen. "Ich bleibe aber übers Wochenende noch separiert", erklärt er. Weder seine Frau noch seine Tochter hätten sich bei ihm angesteckt. Das gleiche Bild bei seinen Kameraden. Auch sie sind symptomfrei, gelten damit als geheilt. Ab Montag also greift er wieder an, packt in der Gärtnerei an, die Arbeit geht ja weiter.

So hat alles begonnen:

Hohe Wahrscheinlichkeit, dass Beyerle nun gegen das Virus immun ist

Ist Beyerle damit jetzt immun? Virologen gehen derzeit davon aus, die Wahrscheinlichkeit sei hoch. Eine hundertprozentige Sicherheit allerdings gibt es nicht.  Die Forschung zu dieser Frage läuft weltweit auf Hochtouren.

So hat es Beyerle auch von seinem Arzt gehört. Er gibt dabei zu bedenken: Das Virus kann natürlich auch mutieren.

Beyerle will gegen das Bundesland Tirol klagen

Mittlerweile hat Beyerle einen Anwalt eingeschaltet. Immer mehr wird klar: Die Tourismusregion Ischgl und das österreichische Bundesland Tirol scheinen unverantwortlich gehandelt zu haben. Der Skizirkus in Ischgl wurde weitergeführt, obwohl es bereit die ersten Infizierten gegeben hatte. Beyerle will für seinen Ausfall einen Schadensersatz erwirken.

Österreichische Verbraucherschützer haben sich ebenfalls des Themas angenommen , berichtet der Unternehmer. Die ersten Klagen sind auf den Weg gebracht. "Ischgl gilt als Corona-Drehscheibe Europas", erklärt der Ubstadter Gärtner. "Wir wären nicht hingefahren, wenn wir von diesem Risiko gewusst hätten."

Wie wir über die Auswirkungen des Coronavirus berichten

Auf bnn.de berichten wir zurzeit verstärkt über die wichtigsten Entwicklungen rund um das Coronavirus in der Region rund um Karlsruhe, Bretten, Pforzheim, Rastatt und Bühl. Wegen der vielen Ereignisse und der oft unübersichtlichen Situation ist es selbst für unsere Redaktion zeitweise schwierig, den Überblick zu behalten. Deshalb filtern wir für unsere Leser aus der Flut an Informationen, welche der vielen Corona-Meldungen wichtig sind – unter anderem in dieser Übersicht .

Wir überprüfen alle Meldungen und Nachrichten. Damit wollen wir Falschinformationen verhindern. Viele Menschen, auch in unserer Redaktion, machen sich ohnehin Sorgen. Wir möchten sie informieren und nicht verunsichern.

Zwei unserer Kollegen befassen sich ausschließlich mit dem Thema Corona – als unsere internen Experten. Viele weitere BNN-Redakteure recherchieren täglich zu den Auswirkungen von Covid-19 in den Städten und Gemeinden der Region. Unsere Autoren sprechen mit Entscheidern in den Landratsämtern, Krankenhäusern und in Firmen. Gleichzeitig telefonieren sie mit Menschen, die Cafés schließen, Veranstaltungen absagen oder zu Hause bleiben müssen. Betroffene treffen wir derzeit nicht persönlich.

Mit unserer Berichterstattung möchten wir dazu beitragen, dass Menschen in der Region sich auf dem aktuellsten Stand halten können, um die richtigen Entscheidungen für ihren Alltag und ihre Gesundheit zu treffen.

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