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Wahlen beim Parteitag

Daniel Caspary bleibt Kreisvorsitzender der CDU Karlsruhe-Land

Mit 70,3 Prozent wählten die Delegierten des Kreisparteitags Daniel Caspary (CDU) erneut an ihre Spitze. Der Europaabgeordnete aus Weingarten nimmt Stellung zu den Verlusten bei Landes- und Bundestagswahl: „Bei uns in der Union wurde vieles falsch gemacht“.

Daniel Caspary bei der Stimmabgabe beim Kreisparteitag der CDU Karlsruhe-Land. Caspary wurde als Vorsitzender bestätigt. Foto: Monika Eisele

Daniel Caspary bleibt Kreisvorsitzender der CDU Karlsruhe-Land. Mit 70,3 Prozent wählten die Delegierten des Kreisparteitags den Europaabgeordneten aus Weingarten erneut an ihre Spitze.

Über 400 Delegierte waren zu Spitzenzeiten in der Mehrzweckhalle in Büchenau versammelt. Manche, wie Tagungspräsident und Landwirtschaftsminister Peter Hauck, blieben im Verkehr stecken und kamen später.

Andere verabschiedeten sich vorzeitig vom Wahlmarathon. Außer dem Vorsitzenden wurden nämlich noch die drei Stellvertreter, sämtliche Posten im Vorstand sowie 15 Beisitzer neu gewählt.

Frank Burkard, Bürgermeister aus Kronau, Maria Dik, Studentin aus Rheinstetten, sowie Nicole LaCroix, Architektin aus Stutensee, sind die Nachfolger für die ausscheidenden Stellvertreter Hedwig Prinz (Forst), und Joachim Kößler (Gondelsheim) sowie den nicht wiedergewählten Frank Hörter aus Pfinztal.

Caspary nimmt Stellung zu den Verlusten bei der Landes- und Bundestagswahl

„Es gibt da nichts zu beschönigen oder wegzudiskutieren: Bei uns in der Union wurde vieles falsch gemacht“, sagte Caspary in seinem Rechenschaftsbericht bezüglich der Verluste bei Landes- und Bundestagswahl. Die Schuld liege nicht nur bei anderen, er suche sie auch bei sich.

Zuletzt war seine Führung von Teilen der Basis und Parteikollege Axel E. Fischer deutlich kritisiert worden. Eine Auseinandersetzung darüber gab es auf diesem Parteitag nicht und Fischer war erst gar nicht erschienen.

Bei uns in der Union wurde vieles falsch gemacht.
Daniel Caspary, Kreisvorsitzender der CDU Karlsruhe Land

Aber nicht alles war schlecht, so Caspary, in den vergangenen 16 Jahren sei vieles richtig gemacht worden und die Union hinterlasse „ein gesundes, intaktes Land“ mit niedriger Arbeitslosigkeit, einem soliden Sozialsystem sowie einer der Corona-Pandemie trotzenden Wirtschaft. Nach einer Niederlage müsse man wieder aufstehen, sich der Zukunft mit „neuen Ideen und Zuversicht“ stellen.

„Dann haben wir alle die Chance, in Zukunft wieder die entscheidende politische Kraft in Deutschland zu werden“, Caspary. Die Aufarbeitung dessen, was gut und schlecht lief im Kreisverband solle auf einem gesonderten Parteitag erfolgen, lud er die Delegierten ein.

Kreisverband wollte der modernste Kreisverband im Land werden

Vor fünf Jahren habe der Kreisverband das Projekt „CDU Karlsruhe-Land 2021“ ins Leben gerufen und wollte der „modernste und attraktivste Kreisverband im Land werden“. Auf diese Vorarbeiten mit neuen Veranstaltungsformaten, neuen Aktions- und Werbemittel-Ideen könne man aufbauen, so Caspary.

Die Zusammenarbeit mit den Ortsverbänden soll intensiviert, die inhaltliche Arbeit auf allen Ebenen bis hin zur Bundesebene verstärkt werden. Er schlug vor, ein regelmäßig tagendes Kommunalforum mit Landrat, Bürgermeistern und Gemeinderäten zu etablieren, um die Ideen der CDU in den Kommunen sichtbarer zu machen und in der Kommunalpolitik zu verankern. Dazu gehöre die intensivere Arbeit mit und Präsenz in den sozialen Netzwerken.

Anträge betreffen den von vielen gewünschten Erneuerungsprozess der Partei

Darauf zielte ein Antrag aus Waghäusel. Der Ortsverband regte eine Diskussion über den Internetauftritt an und will ein Konzept bis Ende des Jahres auf dem Tisch haben. Der Antrag wurde von den Delegierten mehrheitlich angenommen, allerdings will man sich bis Ende März dafür Zeit nehmen. Weitere Anträge betrafen den von vielen gewünschten Erneuerungsprozess der Partei.

Bessere Einbindung der Mitglieder an der Basis, inhaltliche Diskussionen sowie Entscheidungsstrukturen von unten nach oben werden dafür als geeignete Mittel gesehen. Zudem will man sich für einen technologie-offenen Energiemix für stabile und bezahlbare Energie einsetzen.

Diskutiert wurde auch, Parteitage in Zukunft lieber samstags und dafür länger abzuhalten. Die Mehrheit der Delegierten entschied sich aber für die Beibehaltung der Donnerstagstermine, die dann zwar kürzer, dafür öfter sein werden.

Mitgliederzahlen bereiten Kreisverband Probleme

Sinkende Mitgliederzahlen bereiten dem Kreisverband gleich zweifach Probleme. Zum einen sinken dadurch die Einnahmen über die Mitgliedsbeiträge. Zum anderen bekommt man deswegen weniger Geld für Wahlen aus dem staatlichen Säckel, berichtete Schatzmeister Christian Sigwarth. Dies zu ändern und erneut mehr Menschen für die Union zu gewinnen, wird die Aufgabe der neuen Mitgliederbeauftragten Ursel Scheurer aus Waghäusel sein.

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