Skip to main content

Gegendemo für 31. Januar angekündigt

340 Teilnehmer bei legaler Montags-Demonstration in Bruchsal

Doppelt so hoch wie ursprünglich angenommen war am Montagabend die Teilnehmerzahl bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Bruchsal. Sie war dieses Mal angemeldet.

Am Europaplatz vorbei führte am Montagabend der offiziell angemeldete Demonstrationszug gegen die Corona-Maßnahmen. Foto: Heike Schaub

340 Menschen haben nach Polizeiangaben am Montagabend an der Demonstration in der Bruchsaler Innenstadt gegen die herrschenden Corona-Regeln teilgenommen.

Mit Trommeln, Trillerpfeifen und Sprechchören machten sie auf sich aufmerksam: „Wir sind laut, weil man uns die Freiheit klaut“ oder „Friede, Freiheit, Demokratie“ skandierten die Menschen, die am Otto-Oppenheimer-Platz gestartet waren.

Über den Marktplatz, am Pavillon vorbei, durch die Hoheneggerstraße und am Europaplatz vorbei liefen sie über die Friedrichstraße wieder zurück zum Kübelmarkt. Einige hielten dabei Kerzen in den Händen oder trugen Schilder wie „Omikron leichte Grippe“.

Zug durch die Bruchsaler Innenstadt bei Nieselregen

Die Zahl der Teilnehmer war dabei trotz gelegentlichen Nieselregens mehr als doppelt so hoch, wie Veranstaltungsleiter Andreas Jendrusch zunächst geschätzt hatte. Über den Messenger-Dienst Telegram war zu der Demonstration aufgerufen worden. „Es lag vielleicht daran, dass die Demonstration dieses Mal angemeldet worden war“, so seine Vermutung.

Diesen Montagabend haben die Teilnehmer ganz offiziell ihr Demonstrationsrecht in Anspruch genommen. Vor einer Woche war es bei dem als „Spaziergang“ getarnten Aufzug von Gegnern der Corona­-Maßnahmen zu einer nicht angemeldeten Versammlung gekommen. Die hatte das städtische Ordnungsamt im Vorfeld verboten.

40 Personen waren zunächst festgehalten worden. Sie erwartet ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. Das wird teuer: 200 Euro sind bei dem Bußgeldbescheid jedes Mal fällig.

Polizei erinnerte gelegentlich an Maskenpflicht

Dieses Mal musste die Polizei nicht groß eingreifen, wie Revierleiter Jürgen Conrad im Anschluss erklärte. Gelegentlich wurde an die Maskenpflicht erinnert. Unter der Führung von Einsatzleiter Karim Chergui sicherten große Polizeikräfte den Zug durch die Innenstadt, der nach 45 Minuten vorbei war. Auch die Feuerwehr war am Europaplatz vor Ort.

Wieder zurück auf dem Otto-Oppenheimer-Platz kündigte Versammlungsleiter Jendrusch für Montag, 24. Januar, die nächste Demonstration von Gegnern gegen die Corona-Maßnahmen an. Anschließend löste sich der Demonstrationszug wieder auf.

Für Montag, 31. Januar, hat der SPD-Kreisverband zu einer Gegendemonstration um 18 Uhr auf dem Rathausvorplatz in Bruchsal aufgerufen. Das erklärte Kreisrat Eberhard Schneider auf BNN-Anfrage. Es soll eine Kundgebung mit Menschenkette geben. Nach der unangemeldeten und damit illegalen Protestaktion am Montag vor einer Woche hatte ein Bruchsaler Bündnis „Wir für Menschlichkeit“ über geeignete Gegenmaßnahmen beraten.

nach oben Zurück zum Seitenanfang