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Katastrophe für heimische Wasserbewohner

Der Kalikokrebs breitet sich auch in Ubstadt und Bruchsaler Gewässern aus

Der trockene Sommer 2020 brachte es an den Tag: Die Gewässer Bruchsals und wohl auch die seiner Nachbargemeinden sind verseucht mit Kalikokrebsen. Warum ist das so problematisch?

Kalikokrebs graben sich bei Trockenheit in selbst gegrabene Höhlen ein, um die Trockenheitsphase bis zur Rückkehr des Wassers zu überdauern. Foto: Franz Lechner

Als beispielsweise das neben der Schnellbahntrasse auf Ubstadter Gemarkung liegenden Regenüberlaufbeckens im Hochsommer fast vollständig trocken fiel, waren der Grund und die Ufer des Teichs übersät mit Dutzenden teils toten, teils noch lebenden Kalikokrebsen. Aber nicht nur dort hat die Invasion der kleinen Monster erschreckende Ausmaße angenommen.

„Wir haben sie im vom Bruchsaler Was-serwerk nach Forst verlaufenden Duttlacher Graben, südlich von Untergrombach im Grombach-Entlastungsgraben, in Bruchsal im Saalbach-Kanal und auch im Hardtgraben“, zählt Leif Pötzsch vom Bruchsaler Umwelt- und Bauamt die Gewässer auf, in denen der amerikanische Neubürger in Bruchsal bisher nachgewiesen wurde.

Das sind aber wohl nur die Gewässer, in denen bisher gezielt nach dem Tier gefahndet wurde. Da der Kalikokrebs auf der Suche nach neuen Lebensräumen auch längere Strecken über Land wandern kann, sind vermutlich schon so gut wie alle geeigneten Gewässer in Bruchsal und in der Umgebung mit den gefährlichen Krebsen verseucht. Und wenn nicht, dauert es mit Sicherheit nicht mehr lange, bis es soweit ist.

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