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Bruchsalerin macht sich für Sterbehilfe stark

Die letzte Freiheit: MS-kranke Wibke Stein will sterben dürfen

Früher hat Wibke Stein Heavy Metal gehört. Heute erträgt sie manchmal selbst die Töne der zarten Harmonie-Harfe nicht mehr. Schuld ist die Multiple Sklerose. Die Schmerzen sind oft so unerträglich, dass die Bruchsalerin irgendwann Sterbehilfe in Anspruch nehmen will. Doch so einfach ist das nicht.

Lebensfreude und Schmerzen zugleich: Für Wibke Stein (vorne) ist das oft Alltag. Ihre Schwester Christine Debatin kümmert sich um die MS-kranke Bruchsalerin. Foto: Wibke Stein

Wibke Stein liebt das Leben. Und will doch sterben. „Nicht sofort! Schreiben Sie das bloß nicht!“, sagt sie lachend. Aber dann, wenn die Multiple Sklerose so weit fortgeschritten ist, dass sie es einfach nicht mehr aushalten kann.

Wibke Stein ist 43. Wenn die Zeit gekommen ist, möchte sie gerne Sterbehilfe in Anspruch nehmen. Hier, in Bruchsal, nicht in der Schweiz. Dass die Gesetzgebung in der Sache nach einem Bundesverfassungsgerichtsurteil seit dem Frühjahr einfach nicht vorankommt, kann sie kaum ertragen. Ihr läuft die Zeit davon. Die Bruchsalerin hat es zwar nicht eilig mit dem Sterben, aber ihre Schmerzen nehmen zu.

Sie wuchtet einen Ordner auf den Schreibtisch. Alles ist dokumentiert. Der 9. Januar 2020 hat ihr Leben verändert. Seither weiß sie, dass sie MS hat, eine Autoimmunkrankheit. Sie wird die Krankheit der tausend Gesichter genannt, weil die Symptome so unterschiedlich sein können. Bei Stein ist sie jetzt in fortgeschrittenem Stadium.

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