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Einrichtung für Kinder und Jugendliche

Alter DB-Container dient in Forst als Jugendhaus

Ein alter DB-Container dient in Forst als Jugendhaus. Der Container wurde in den 70er Jahren als Planungsbüro für die Schnellbahntrasse Mannheim-Stuttgart genutzt.

Eigenes Heim: Unweit des Heidesees bekamen die Kinder und Jugendliche in Forst ein Jugendzentrum. Der Container diente früher der Deutschen Bahn als Planungsbüro. Foto: Brigitte Hübner

Von unserer Mitarbeiterin Brigitte Hübner

Jahrelang stand auf dem Gelände nahe dem Bacher Hof in Forst ein Container der Deutschen Bahn. In den 70er Jahren diente er als Planungsbüro für das Großprojekt Schnellbahntrasse Mannheim-Stuttgart, die zurzeit im Rahmen einer Vollsperrung erneuert wird.

Als nach Abschluss der Bauarbeiten 1991 die Schnellzüge durch die Tunnel und über die Schienen brausten, wurde der Container nicht mehr gebraucht und stand bis 2007 leer. Auch in Forst wünschten sich Kinder und Jugendliche ein eigenes Heim, einen Treff, an dem sie zusammenkommen, sich ungezwungen austauschen, spielen, basteln, Filme schauen und gemeinsame Aktionen planen können.

Diese Wünsche blieben dem Gemeinderat in Forst nicht verborgen. So entstand die Idee, den DB-Container in ein Jugendhaus umzuwandeln. Aus etwas Ausgedientem kann doch mit Kreativität und Willen etwas Neues, Gutes entstehen. Das dachte man in der Gemeinde. So beschlossen die Räte am 23. April 2007 die Umnutzung. Hierfür zog der Container um auf das ehemalige Gelände der Kreisjägervereinigung unweit des Heidesees.

Jugendliche haben bei Renovierung angepackt

23.000 Euro nahm die Gemeinde in die Hand, um den Container für die neue Nutzung als Jugendhaus fit zu machen. Auch Straßenbeleuchtungen wurden installiert, um den Jugendlichen einen sicheren Weg von und zum Jugendhaus zu ermöglichen. Da wundert es nicht, dass auch die Jugendlichen von dem Projekt begeistert waren und viele von ihnen die Ärmel hochkrempelten und bei der Renovierung mit anpackten.

Wir hoffen, dass bald wieder Normalität eintritt.
Bernd Köhler , Leiter des Jugendhauses

„Viele tolle Aktionen, gemeinsame Spiele und gute Gespräche machten den Kids Spaß und ließen sie dabei spielerisch auch manches lernen“, weiß Bernd Köhler, Sozialpädagoge und Leiter des Jugendhauses, zu erzählen. „Leider“, so bedauerte Köhler, „hat uns Corona ausgebremst, so dass unser Haus über Wochen geschlossen bleiben musste.

Seit zwei Wochen dürfen wir einen Tag, dies am Freitag von 15 Uhr bis 17.30 Uhr und von 18 Uhr bis 21 Uhr, wieder öffnen. Maximal 20 Kinder können kommen unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln. Wir hoffen, dass bald wieder Normalität eintritt.“

Zu Corona kommt, sagte Köhler, dass er auch als Schulsozialpädagoge an der Gemeinschaftsschule Forst-Hambrücken tätig ist und daher für das Jugendhaus eigentlich noch ein Pädagoge gebraucht werde, um die offene Jugendarbeit in Forst zu fördern und zu erhalten.

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