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Rund 145 Millionen Euro Baukosten

Neubau Landratsamt: Kreistag segnet Auslobungstext für Architekten ab

Das Vorhaben des Landkreises, am Ettlinger Tor ein neues Dienstgebäude zu bauen, geht in die nächste Runde. Jetzt sind die Architekten gefordert.

Landratsamt Karlsruhe zwischen der Beiertheimer Allee und Kriegsstraße Foto: Rake Hora

Der Kreistag hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig die Eckpunkte des Auslobungstextes für den Architektenwettbewerb beschlossen. Damit geht das Vorhaben, ein neues Dienstgebäude für die Landkreis-Verwaltung am Ettlinger Tor zu errichten, in die nächste Runde.

Zehn Teilnehmer sind gesetzt, die weiteren 25 Teilnehmer werden im Auswahlverfahren festgelegt und durch Los bestimmt. Eine Preisgerichtssitzung am 28. und 29. Juni berät schließlich über die eingereichten Pläne.

„Wir sind im Zeitplan“, betonte Landrat Christoph Schnaudigel. Bernhard Bistritz (CDU/Junge Liste) lobte die Arbeit der Verwaltung und des Kreistags: „Die Stolpersteine und Schwierigkeiten sind aus dem Weg geräumt“, sagte er, „wir können jetzt einen wertvollen Beitrag zum Stadtbild leisten.“

Landrat Christoph Schnaudigel mahnte aber auch „Maß und Mitte“ bei den Kosten walten zu lassen. Felix Geider (Freie Wähler) merkte an, dass noch einige Fragen offen seien. „Wie wirtschaftlich wird das Gebäude?“, nannte er als Beispiel. Aber genau dies könne nur noch der Wettbewerb beantworten.

Grundlage des Auslobungstextes ist, dass in einem ersten Bauabschnitt Raum für etwa 600 Mitarbeiter auf circa 25.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche entwickelt wird. Das Nutzungskonzept sieht auch Seminar- und Konferenzflächen für die Unfallkasse Baden-Württemberg (UKBW-Akademie), die Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Karlsruhe (VWA) sowie Flächen für eine betriebsärztliche Praxis und eine Kindertagesstätte vor.

In einem weiteren Ideenteil, der ein zusätzliches Bauvolumen von 15.000 bis 20.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche umfassen darf, sollen darüber hinaus in einem zweiten oder gegebenenfalls dritten Bauabschnitt weitere Verwaltungs- und Wohnbauflächen in Mischnutzung vorgeschlagen werden. Die bestehenden Gebäudeteile sollen, beginnend vor dem ersten Bauabschnitt, schrittweise zurückgebaut werden.

Die städtebaulichen Rahmenbedingungen sind mit der Stadt Karlsruhe inzwischen abgestimmt. So soll auf Wunsch der Stadt, der Sichtschatten des Rathausturmes vom Schlossturm aus gesehen mit gebührendem Abstand von Hochbauten freigehalten werden.

Ebenso soll das Hochhaus, das als Landmarke mit 70 Metern mindestens genauso hoch wie jetzt sein soll, nicht direkt an einer Straßenflucht stehen, sondern muss zurückgesetzt sein. Das Hochhaus kann abhängig von den Entwürfen bis zu 90 Meter anwachsen. Wunsch des Landkreises ist es zudem, zukünftig die Adressbildung des Landratsamtes zur Kriegsstraße/Ettlinger Tor auszurichten .

Die Kostenberechnung für den ersten Bauabschnitt inklusive der Abbruchkosten für den Langbau beläuft sich auf rund 145 Millionen Euro. Der Landkreis wäre auf 50 Jahre jährlich mit etwa drei Millionen Euro belastet.

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