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Sportfördergruppe Bruchsal

Frank Heinzelbecker begleitet in Bruchsal Sportler auf dem Weg zu Olympia

Seit rund 25 Jahren begleitet Frank Heinzelbecker Olympia-Teilnehmer. Von Bruchsal aus hilft er den Athleten bei administrativen Aufgaben. 17 Athleten unter seinen Fittichen beweisen sich in Tokio.

Leiter der Sportfördergruppe Bruchsal: Frank Heinzelbecker hilft Athleten bei administrativen Aufgaben. Foto: Heinz Forler

Mit Stolz zeigt Frank Heinzelbecker auf die zehn Quadratmeter große Ehrentafel im Flur der Sportfördergruppe. 40 Namen, Bilder und Platzierungen sind darauf verewigt. Sie verweisen auf aktuelle und ehemalige Soldaten der General-Dr.-Speidel-Kaserne, die sich während ihrer Dienstzeit auf dem Bruchsaler Eichelberg Medaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften gesichert haben.

Der 50 Jahre alte Oberstabsfeldwebel Heinzelbecker ist seit rund einem Vierteljahrhundert der Leiter dieser Erfolgsschmiede. Er unterstützt die Olympia-Teilnehmer. „Leistung lohnt sich immer“, lautet sein Credo: „Wer sein Feld bestellt, kann später auch die Ernte einfahren.“

Das soll nun für die 17 Athleten aus Bruchsal gelten, die Deutschland und die Speidel-Kaserne bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio bis Sonntag, 8. August, vertreten. Die stammen aus dem Boxen, Schießen, Gewichtheben, Kanu, Schwimmen, Hockey, Tischtennis sowie aus dem Ringen, Heinzelbeckers großer Leidenschaft.

Unterstützung von Olympia-Teilnehmern

Auf dem Weg zur Spitze werden die Sportler von Heinzelbecker und dessen Mitarbeitern bei administrativen Aufgaben wie Arztterminen, Urlaubs- und Karriereplanung für die Zeit nach dem Dienst bei der Bundeswehr unterstützt. „Unsere Aufgabe ist es, den Athleten den Rucksack der sozialen Verpflichtungen abzunehmen“, sagt der Oberstabsfeldwebel.

„Wir versuchen, ihnen den Weg zum Erfolg zu ebnen.“ Die Vorzeigesportler wissen das zu schätzen. So betonte der Schifferstadter Denis Kudla, Olympiadritter 2016 in Rio de Janeiro, unlängst: „Die Sportfördergruppe kümmert sich sehr gut um uns.“

Heinzelbecker lächelt etwas verlegen. Auf die Frage, ob er sich als Perfektionist bezeichnen würde, antwortet er: „Wenn man mit Sportlern arbeitet, die ganz oben in der Leistungspyramide angekommen sind, muss man das wohl sein.“ Nach hohen Zielen strebte der gebürtige Weinheimer, der mit Frau Bianca und den beiden Söhnen längst in Untergrombach zu Hause ist, schon von klein an.

Heinzelbecker selbst rang in der Bundesliga

Nachdem er als Sechsjähriger in Reihen des KSV Sulzbach als Erster bei einem Ringerturnier mit einem Lorbeerblatt ausgezeichnet worden war, stand die Entscheidung über die sportliche Zukunft fest: Kräftemessen auf der Matte.

Nach nationalen Titeln als Nachwuchsathlet feierte Heinzelbecker zwei deutsche Meisterschaften bei den Männern in der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm. In der Bundesliga punktete der Griechisch-Römisch-Spezialist für den AV Reilingen, den KSV Wiesental, den SV Hallbergmoos und den VfK Oftersheim.

Bundesligatitel mit dem SV Germania Weingarten

Auch als Coach sorgte der ehemalige Assistent von Bundestrainer Lothar Ruch für positive Schlagzeilen. Mit der Mannschaft des SV Germania Weingarten feierte Heinzelbecker drei nationale Titel in der Bundesliga sowie einen in der Deutschen Ringer-Liga.

Darüber hinaus gehört der Untergrombacher seit 1997 dem Präsidium des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) an. „Nur den Chef zu spielen, funktioniert aber nicht“, erklärt der Berufssoldat und ergänzt: „Man muss auch mal den Besen in die Hand nehmen, um die Halle zu fegen, oder mit Spray die Ringermatte desinfizieren. Es geht mir auch darum, für junge Leute ein Vorbild zu sein.“

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