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Corona-Lockerungen in der Gastronomie

Gastronomen in der Region Bruchsal haben auch nach der Corona-Pause noch genug Personal

Fachkräftemangel in der Gastronomie gab es schon vor der Corona-Pandemie. Doch hat sich die Situation aufgrund der Pandemie verschlechtert?

Das Gasthaus „Zum Löwen“ in Forst ist ein familiengeführtes und gut bürgerliches Restaurant mit vielen Stammgästen Foto: Kurt Klumpp

Wie ist die Personalsituation bei den Gastronomen rund um Bruchsal - jetzt, wo es nach der Corona-Zwangspause langsam aber sicher wieder darum geht, Gäste vor Ort zu bewirten? Die meisten Gastronomen zeigen sich optimistisch. Lediglich das Restaurant Löwenbräu in Philippsburg meldet personelle Nachteile.

„Uns fehlen etwa 70 Prozent der ehemaligen Bedienungen“, klagt Inhaber Orhan Caydan und hat sich mittels Anzeigen auf die Suche nach Servicekräften gemacht. „Unsere festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben alle ihren Job behalten“, sagt der Gastronom, der sich über einen hohen Besucherandrang freuen darf. Geöffnet hat Orhan Caydan sein Restaurant derzeit nur von Donnerstag bis Sonntag. Vor Betreten bietet er einen Schnelltest an.

Froh sind die Gastronomen, dass bei einer Inzidenz unter 50 die Sperrstunde ab dem 6. Juni erst um 1 Uhr beginnen wird. Nicht überall wird dies jedoch als Vorteil erkannt.

Heinz Landhäußer vom Restaurant Lago des Bruchsaler Golfclubs sieht einen erhöhten Personalaufwand auf sich zukommen. „Wir haben von dienstags bis sonntags ab 12 Uhr geöffnet und müssten bei einer Verkürzung der Sperrstunde im Zwei-Schicht-Betrieb arbeiten“, teilt der Lago-Chef mit.

Lob für die Politik

Froh ist Landhäußer, dass er bis auf seine Chefköchin, die aus Krankheitsgründen ihren Beruf aufgeben musste, durch des Kurzarbeitergeld und Zuzahlungen des Unternehmens alle Angestellten weiter beschäftigen kann. „Das ist ein großer Vorteil, weil wir auf eingespielte Teams zurückgreifen können.“

Beim Bruchsaler Golfclub ist zurzeit nur der Birkengarten im Außenbereich geöffnet. Aus wirtschaftlichen Gründen benötigt Hans Landhäuser in seinem Restaurant wieder Veranstaltungen wie Hochzeiten. Dies werde aber durch das immer noch bestehende Tanzverbot eingeschränkt. Lob hat er für die Politik trotzdem übrig: „Die Zuschüsse durch Bund und Land wurden immer fristgerecht ausbezahlt“.

Auch Rosa Di Sano, Pächterin des Restaurants Belvedere im Bruchsaler Hotel Scheffelhöhe, findet lobende Worte: „Wir jammern auf hohem Niveau.“ Auch sie kann ihr komplettes Personal dank des Kurzarbeitergelds weiterbeschäftigen und ist froh, dass die Sperrstunde verändert wurde.

Eine starke Nachfrage kann Yvonne Geissler vom Gasthaus „Zum Löwen“ in Forst nach der langen Corona-Pause bestätigen. Zusammen mit ihrem Mann Gunther als Küchenchef führt sie den Familienbetrieb. „Unsere Stammkunden haben uns auch schon durch den Außer-Haus-Verkauf sehr unterstützt und freuen sich jetzt auf den Besuch im Gasthaus“, sagt die Inhaberin des Löwen, der von Donnerstag bis Sonntag geöffnet ist.

Auch die Helferinnen in der Küche und beim Service haben zugesagt, wobei eine Bedienung die Zeit für das Abitur genutzt hat.

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