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Ein Politikum

Gemeinde will Bad Schönborner Erdwall nachträglich genehmigen lassen

Der Bad Schönborner Erdwall bei Langenbrücken könnte nachträglich doch noch legal werden. Auf einen Vorschlag, wie das vonstatten gehen soll, wartet man nun im Regierungspräsidium Karlsruhe. Bürgermeister Klaus Detlev Huge war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Auf 300 Metern Erde abgekippt: An der Bundesstraße 292 (links) in Langenbrücken soll der Wall Abfahrten verhindern. Bürgermeister Klaus Detlev Huge entschied die Anlage ohne Genehmigung der Behörden. Die Erde stammt von der Baustelle seiner Tochter. Foto: Petra Steinmann-Plücker

Die Gemeinde Bad Schönborn will dem Regierungspräsidium einen Vorschlag unterbreiten, wie man den umstrittenen Erdwall so befestigt, dass er nachträglich doch noch genehmigungsfähig ist. Dies teilt die Karlsruher Behörde auf BNN-Anfrage mit.

Von Bürgermeister Klaus Detlev Huge oder der Verwaltung wurde dies nicht bestätigt. Im Regierungspräsidium warte man nun auf diesen Vorschlag. Der 300 Meter lange Erdhaufen war in den vergangenen Wochen zum Politikum geworden.

Die Erde stammt aus der Baugrube von Huges Tochter, außerdem ist der Wall nicht verkehrssicher. Das Regierungspräsidium hatte Huge in Aussicht gestellt, 120 der 300 Meter nachträglich zu genehmigen. Dazu bräuchte es aber ein Bodengutachten.

Disziplinarverfahren gegen Bürgermeister

Auch das Landratsamt ist mit dem Thema mittlerweile befasst. Dort hatte man ein Disziplinarverfahren gegen den Bürgermeister eingeleitet, auch, um die im Raum stehenden Vorwürfe bezüglich einer möglichen Bevorzugung seiner Tochter einzuordnen.

Zudem steht ein Verfahren im Raum wegen einer möglichen illegalen Abfallentsorgung. „In beiden Fällen sind die Anhörungsfristen noch nicht abgelaufen“, heißt es aus dem Landratsamt.

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