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Nachlöscharbeiten in der Produktionshalle

Zehn Millionen Euro Schaden nach Großbrand in Bruchsal – keine Hinweise auf Brandstiftung

Auch am Tag nach dem verheerenden Großbrand in Bruchsal ist die Feuerwehr noch gefordert. Versteckte Glutnester können zur Gefahr werden. Die Frage nach der Brandursache bleibt.

Die Aufnahmen einer Drohne zeigen das Ausmaß des Brandes in Bruchsal in der Nacht von Sonntag auf Montag. Aschefetzen verteilten sich über die gesamte Stadt. Foto: ER24/Fabian Geier

Zu größeren Nachlöscharbeiten musste die Feuerwehr Bruchsal mit 20 Feuerwehrleuten am Montagabend noch einmal auf das Gelände des Automobilzulieferers NBHX Group in Bruchsal ausrücken.

Bis gegen 5.30 Uhr waren die Kollegen nach dem Großbrand auf dem früheren Gelände der Holzindustrie in der Ernst-Blickle-Straße beschäftigt: Wässern, ablöschen und immer wieder die Kontrolle mit der Wärmebildkamera, so beschreibt Feuerwehr-Sprecher Tibor Czemmel das Vorgehen, um ein Übergreifen von Flammen auf bisher intakte Gebäudeteile zu verhindern.

Angefacht werden die versteckten Glutnester unter den Trümmerteilen durch den Wind. Das war auch tagsüber immer wieder der Fall. Wie berichtet, wurden in der 3.000 Quadratmeter großen Produktionshalle vor allem Spritzguß-Teile aus Kunststoff für Automobilmarken wie VW und BMW hergestellt. Die Gefahr ist groß, dass der Kunststoff im Verborgenen unter Trümmerteilen des eingestürzten Dachs oder Brandschutt weiter glüht.

Nach Großbrand in Bruchsal: Versicherung erstellt Gutachten

Die Kriminaltechniker und Brandermittler der Polizei konnten die ausgebrannte und einsturzgefährdete Produktionshalle deshalb noch nicht betreten. „Bisher gibt es keine Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung“, teilt Ralf Minet, Sprecher des Polizeipräsidiums Karlsruhe mit.

Nachlöscharbeiten: Mit der Drehleiter löschte die Feuerwehr Bruchsal in der Nacht zum Dienstag und auch tagsüber neue Glutnester in der ausgebrannten Produktionshalle des Automobilzulieferers NBHX Group. Foto: Florian Hartmann

Ein Sachverständiger der Versicherung soll am Mittwoch die Brandruine unter die Lupe nehmen und auch ein Gutachten erstellen. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf mindestens zehn Millionen Euro.

Bei dem Großbrand in der Nacht zum Montag waren 300 Mitglieder von Feuerwehren aus der gesamten Umgebung stundenlang im Einsatz. Teilweise haben sie nur zwei Stunden geschlafen, bevor sie für Nachlöscharbeiten wieder zur Brandstelle geschickt wurden.

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