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Lockdown erleichtert Reparatur

Hallenbad Heidelsheim wird abgedichtet: Sanierung soll im Juni beendet sein

Der Lockdown war fast ein Glücksfall für die Stadtwerke Bruchsal. Das Hallenbad Heidelsheim konnte in der Zeit saniert werden. Wasser aus dem Schwimmbecken war zuvor durch Undichtigkeiten bis ins Untergeschoss gelaufen.

Sanierungsfall: Wasser aus dem Schwimmbecken war durch die Fugen gedrungen und ins Untergeschoss gelaufen. Foto: Martin Heintzen

Armin Baumgärtner ist zuversichtlich. Ab Ende Mai oder Anfang Juni dieses Jahres sollen sich wieder Gäste im Heidelsheimer Hallenbad vergnügen können, vorausgesetzt die Sicherheitsbestimmungen in Zeiten der Pandemie erlauben das.

Die aufwendige Renovierung werde dann jedenfalls beendet sein. „Wir sind im Zeitplan“, versichert Baumgärtner. Wegen des Lockdowns ist das Bad seit Mitte März 2020 geschlossen.

Dennoch herrscht Betrieb an der Markgrafenstraße. Arbeiter renovieren den Beckenumgang, Fliesenleger sind am Werk. „Dabei muss sehr vorsichtig vorgegangen werden“, erklärt der Geschäftsführer.

Wasser drang im Heidelsheimer Hallenbad durch die Fugen

Nachdem Wasser durch Fugen in den Keller des Bades eingedrungen war, waren die Handwerker gefordert, zumal im Untergeschoss auch die technischen Apparate stehen. „Eine sofortige Untersuchung ergab, dass die Überlaufrinne des Schwimmbeckens im Hallenbad Undichtigkeiten aufwies“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtwerke.

Die Arbeiten sind aufgrund der diffizilen Abdichtungsaufgaben mit Trocknungszeiten und Überprüfungstätigkeiten begleitet.
Armin Baumgärtner, Stadtwerke

Als die Fliesen entfernt wurden, haben die Arbeiter zudem Mängel im Estrich und am Beckenumgang festgestellt. Baumgärtner erklärt: „Die Arbeiten sind aufgrund der diffizilen Abdichtungsaufgaben mit Trocknungszeiten und Überprüfungstätigkeiten begleitet.“

Einnahmen fehlen während der Pandemie

Rund 94.000 Euro investieren die Stadtwerke derzeit in das Hallenbad, das auch von Schulklassen genutzt wird. Obwohl der Geschäftsführer von einer aktuell „schweren Zeit“ spricht, sollen wegen der Sanierung die Eintrittsreise nicht erhöht werden.

Während weiterhin Betriebskosten anfallen, fehlen den Stadtwerken während des Lockdowns die Einnahmen. Das gilt in Bruchsal nicht nur für das Heidelsheimer Hallenbad, sondern auch für das „Sasch!“ im Sportzentrum mit Frei-, Hallenbad und Sauna sowie die Freibäder in den Stadtteilen Obergrombach und Heidelsheim.

„Mit der sukzessiven Übernahme der Bäder von der Stadt Bruchsal seit 1982 wuchs die Stadtwerke Bruchsal GmbH in die Rolle der Bäderbetreiberin hinein“, heißt es bei dem Versorgungsunternehmen, das eine 100-prozentige Tochter der Stadt ist: „Heute verfügt das Mittelzentrum Bruchsal über den Luxus von drei Freibädern, was in der Region ziemlich einmalig sein dürfte.“

Auch Freibad hatte technische Probleme

Im Juli 2019, unmittelbar vor dem Beginn der Sommerferien, hatte das Heidelsheimer Freibad in unmittelbarer Nachbarschaft des Hallenbads für Schlagzeilen gesorgt. Starkregen hatte drei Pumpen beschädigt, die Einrichtung war fünf Tage lang für die Besucher geschlossen.

Gemeinsam mit einem Spezial-Unternehmen haben in dieser Zeit Mitarbeiter der Stadtwerke Bruchsal den Schaden behoben. „Die erforderliche Wasserqualität, die sich nach ersten Probeläufen als einwandfrei erwiesen hat, kann somit weiterhin gewährleistet werden“, hieß es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Vor 15 Jahre hatte sogar die Schließung des Freibads für immer gedroht. Gemeinsam mit den Stadtwerken sorgte jedoch der Heidelsheimer Förderverein dafür, dass die Einrichtung, die beispielsweise im Sommer 2018 von 17.000 Badegästen besucht wurde, generalsaniert wurde.

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