Skip to main content

Bunte Luftballons

Mutmacher-Aktion der Kindergärten in Hambrücken in Zeiten der Corona-Pandemie

In Zeiten von Corona haben die Hambrücker Kindergärten eine Mutmacher-Aktion für die Kinder gestartet. Die Initiative mit bunten Luftballons erfüllte gleich zwei Botschaften.

Bei der Mutmacher-Aktion der Hambrücker Kindergärten stiegen viele bunte Luftballons in den blauen Himmel Foto: Kurt Klumpp

Mit strahlenden Augen haben sich die Kinder des Hambrückener St.-Josef-Kindergartens von ihrem Rathauschef Marc Wagner (CDU) verabschiedet. Nicht minder glücklich waren wenig später die Kids des Kindergartens St. Martin.

Aufgrund einer Initiative von Michael Liske besuchte Hambrückens Ortsoberhaupt die beiden Katholischen Kindertagesstätten und brachte viele Dutzend gasgefüllte Luftballons mit. Die Mutmacher-Aktion in Zeiten von Corona erfüllte gleich zwei Botschaften.

„Die aufsteigenden Luftballons in den blauen Himmel sollen kurz vor dem Osterfest kindliche Hilferufe an den Schöpfer symbolisieren“, betonte Michael Liske. Zugleich übergaben die Kinder ihre aufgemalten Wünsche und Hoffnungen kartonweise an den Bürgermeister als Vertreter der Politik.

Mutmacher-Aktion in Hambrücken unter dem Motto „Vergesst mich nicht“

„So wie die bunten Ballons in der Höhe immer kleiner werden, können sich auch die Sorgen der Kinder verringern, wenn sie sich an Gott wenden“, sagte Ideengeber Liske, der mit seiner Mutmacher-Aktion unter dem Motto „Vergesst mich nicht, ich bin auch noch da“ bei Bürgermeister Marc Wagner auf offene Türen stieß.

Kreativ setzten die Leiterinnen der beiden Kindergärten, Heike Gorenflo (St. Josef) und Christina Stiel-Leibold (St. Martin), mit ihren Betreuerteams diese Idee um. Deutlich wurde, wie eingeschränkt die kindlichen Erlebnisse in Zeiten der Corona-Pandemie sind. „Ich möchte wieder mit meinen Freunden Musik hören, anstatt immer nur alleine mit dem Kopfhörer“, untertitelte ein Kind mit elterlicher Hilfe seinen aufgemalten Wunsch.

Die zum Nachdenken anregende Aktion war ein symbolischer Akt.
Marc Wagner, Bürgermeister

Auch die Sehnsucht nach Schwimmbadbesuchen und das Spielen mit Freunden wurden sichtbar sowie der Wunsch, dass die Familienmitglieder gesund bleiben. „Die zum Nachdenken anregende Aktion war ein symbolischer Akt mit doppelter Botschaft“, fasste Bürgermeister Marc Wagner zusammen.

Er überlege, ob er die gesammelten Karten nach Sichtung und Dokumentation entweder an die Landesregierung nach Stuttgart oder an die Bundesregierung nach Berlin schicken soll, gab der Rathauschef zu verstehen. „So jedenfalls kann es auf Dauer nicht weitergehen“, forderte Wagner mit Blick auf die Pandemie. Und nichts anderes haben die Kinder auch mit ihren Wünsche-Bildern zum Ausdruck gebracht.

nach oben Zurück zum Seitenanfang