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Checkpoint Bruchsal der Aidshilfe

HIV-positiv und trotzdem ein normales Leben: „Therapie ist wirkungsvoller als ein Kondom“

Ein positiver Aids-Test ist längst kein Weltuntergang mehr. Mit einer frühen Therapie gegen die Immunschwäche-Krankheit kann man fast ein „normales Leben“ führen. So wie Martin S. aus einer Gemeinde nördlich von Bruchsal.

Kurzer Piks: Ein Arzt nimmt einem jungen Mann Blut ab. Um rechtzeitig mit einer Therapie gegen die Immunschwäche Aids beginnen zu können, ist es wichtig, früh einen Test zu machen. Foto: Britta Pedersen / dpa

Mit einer schweren Lungenentzündung lag Martin S. (Name geändert) vor zehn Jahren im Krankenhaus in Karlsruhe, bekam kaum Luft: „Kein Antibiotika hat angeschlagen. Die letzte Hoffnung war ein HIV-Test“, erzählt der 55-Jährige aus einer nördlichen Landkreis-Gemeinde. Und der war positiv. Vermutlich hat er sich noch während seiner damaligen Ehe, ohne es zu wissen, mit dem Immunschwäche-Virus angesteckt.

Seit fast zehn Jahren engagiert sich Martin S. deshalb ehrenamtlich bei der Aidshilfe Karlsruhe. Im neu eröffneten Checkpoint im Bruchsaler Bürgerzentrum sitzt er am Empfang, beruhigt dabei manchen Verunsicherten, der hilfesuchend die neueröffnete Sprechstunde aufsucht.

Seit Mitte Dezember kann man sich in zentraler Lage auf HIV und weitere sexuell übertragbare Infektionen (STI) testen lassen. Mit Unterstützung der Stadt Bruchsal kann die Aidshilfe die Räume nutzen. Jeweils fünf Personen wurden bei der einmal monatlich stattfindenden Sprechstunde gezählt. Nach wie vor ist der Verein auf der Suche nach einem Arzt, der bei der Blutabnahme hilft.

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