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Katastrophenhilfe

100 Krankenwagen fahren von Bruchsal aus zum Hochwasser nach Rheinland-Pfalz

Die Bruchsaler haben am Donnerstagabend einige Blaulichter zu Gesicht bekommen: Aus ganz Baden-Württemberg rückten Krankenwagen an. Ihre Besatzungen sollen beim Hochwasser in Rheinland-Pfalz helfen.

Ein Konvoi aus Helfern setzt sich in Gang: Von der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal haben sich insgesamt 100 Teams aufgemacht, um beim Hochwasser in Rheinland-Pfalz zu helfen. Foto: Martin Heintzen

Am Donnerstag machten sich aus dem gesamten Land Baden-Württemberg Krankentransportwagen auf den Weg nach Bruchsal.

Dort trafen sich die 100 Besatzungen in den Abendstunden an der Landesfeuerwehrschule, um gemeinsam nach Rheinland-Pfalz zu fahren. Hier sollen sie bei den Rettungsmaßnahmen nach dem verheerenden Hochwasser helfen.

Die Teams werden vor allem benötigt, um Krankenhäuser und Altenheime zu evakuieren, die im Hochwassergebiet liegen. Dies erklärte ein Sprecher des Innenministeriums auf BNN-Anfrage.

Regierungsbezirke in Baden-Württemberg schicken je 25 Besatzungen zum Hochwasser

Die 100 Besatzungen helfen mit, Patienten aus den betroffenen Gebieten zu verlegen. Das Innenministerium Baden-Württemberg hatte am Donnerstag alle Regierungsbezirke im Land angewiesen, jeweils 25 Besatzungen sofort loszuschicken.

So fuhren Rettungsteams aus Mannheim, vom Bodensee oder der Schwäbischen Alb mit Blaulicht und Sondersignal gen Bruchsal.

Krankenwagen fahren im Verbund zum Hochwasser nach Rheinland-Pfalz

Als jeweils 25 eingetroffen waren, überquerten sie im Verbund den Rhein und wurden dann in die betroffenen Landkreise im Nachbarland geschickt. Ziel waren laut Auskunft des Ministeriums vor allem die besonders stark betroffene Region rund um Ahrweiler.

Sie sind Teil einer großen Unterstützungsaktion Baden-Württembergs. Rheinland-Pfalz hatte um Amtshilfe gebeten. Schon zuvor war ein Team aus sechs Leuten der Landesfeuerwehrschule Bruchsal im Landkreis Trier im Einsatz und half dort im Krisenstab mit.

Gut möglich, dass die Rettungskräfte aus Baden-Württemberg mehrere Tage vor Ort sein werden, heißt es aus dem Innenministerium. Sie sollen unterstützen und die teils erschöpften Rettungskräfte vor Ort ablösen helfen.

Das Ministerium hat außerdem am Donnerstag zwei Hubschrauber abgeordnet. Einen Rettungshubschrauber und einen Polizeihubschrauber, die jeweils mit Höhenrettern ausgestattet sind.

Abfahrtbereit nach Rheinland-Pfalz: Am Donnerstagabend haben sich insgesamt 100 Krankentransportwagen und ihre Besatzung in Bruchsal an der Landesfeuerwehrschule getroffen. Sie sollen beim Hochwasser helfen. Foto: Martin Heintzen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann dazu: „Die Bilder aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erschüttern und besorgen uns sehr. In dieser ernsten, schwierigen Situation ist es selbstverständlich, dass wir länderübergreifend Solidarität zeigen. Wir stehen zusammen. Ich will deshalb die klare Botschaft senden: Wir wollen und werden Hilfe leisten, da, wo sie benötigt wird.“

Das gelte vor allem auch für die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer vor Ort, die jetzt auch in teilweise lebensgefährlichen Situationen alles geben, um Menschen zu retten, die in Gefahr sind. „Wir lassen Sie nicht allein.“

Menschen nach Hochwasser in Rheinland-Pfalz vermisst

Hochwasser und Starkregen haben vor allem im Norden von Rheinland-Pfalz massive Schäden angerichtet. Noch immer werden Dutzende Menschen vermisst. Mehrere Personen starben bereits.

Spenden

Hilfsorganisationen im Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ sind seit Beginn der Extremwetterlage im Einsatz. Der Zusammenschluss von Blaulichtorganisationen, dem etwa der Arbeiter-Samariter-Bund, die Johanniter-Unfall-Hilfe und der Malteser Hilfsdienst angehören, bittet um finanzielle Unterstützung. Unter dem Stichwort „Hochwasser Deutschland“ werden über die IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft) Spenden entgegengenommen.

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